BERNEXPO: Mobilitätsmanagement im Eventperimeter Bern-Wankdorf
Erstellt am 02.04.2026
Das BERNEXPO-Areal ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln rasch und unkompliziert erreichbar (Foto: BERNEXPO)
Wo sich jährlich über eine Million Menschen treffen, entsteht Verkehr. Während die BERNEXPO von einer hervorragenden Erschliessung profitiert, stellt der veranstaltungsinduzierte Mehrverkehr eine echte Herausforderung dar. Dies umso mehr als der Perimeter Wankdorf allgemein zu den national meistbelasteten Verkehrsdrehscheiben gehört. Für den Bau der Festhalle wurde ein umfassendes Mobilitätskonzept erstellt, um nach der Eröffnung des Neubaus im Frühling 2025 das zusätzliche Verkehrsaufkommen aktiv zu begleiten. Durch eine Kombination aus Digitalisierung, partnerschaftlicher Zusammenarbeit und gezielten Eingriffen konnte die Verkehrssituation rund um Grossanlässe spürbar verbessert werden. Die BERNEXPO ist in Sachen Mobilitätsmanagement weiterhin auf verschiedenen Ebenen aktiv und plant weitere Massnahmen und Ausbaupartnerschaften.
Online Version: https://www.mobilservice.ch/de/3617.html
Profil & Eckdaten
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Investitionskosten
- hoch (ab Fr. 50'000.-)
Jährliche Betriebskosten
- hoch (ab Fr. 20'000.-)
Raumtyp
- Zentrum / Stadt
- Agglomeration
Gemeindegrösse
- > 20'000 Einwohner
Beispiel
BERNEXPO in der Stadt Bern
Die BERNEXPO ist als Veranstalterin auch eine Verursacherin von Mehrverkehr in diesem Perimeter und für die Koordinationsaufgaben in diesem Bereich verantwortlich. Aus diesem Grund gilt es mit den entsprechenden Anspruchsgruppen (Kantonspolizei, Stadt, Kanton, Verkehrsplaner, Gewerbe, Nachbarschaften, Quartiervereine etc.) in ständigem Kontakt zu bleiben, den regelmässigen Austausch zu pflegen, proaktiv zu informieren sowie Verkehrsmassnahmen während der Veranstaltungen zu implementieren.
Viele Ausstellende und Besuchende reisen bei Grossveranstaltungen mit ihren (privaten) Motorfahrzeugen an, obwohl die Nutzung des öffentlichen Verkehrs parallel attraktiv ist und steigt. Darum hat die BERNEXPO verschiedene Massnahmen ergriffen, um die dadurch verursachten Emissionen zu senken. Das Ziel ist ein vorausschauendes Mobilitätsmanagement bei einer gleichzeitig positiv bleibenden Besuchererfahrung.
Beschreibung
Das Areal der BERNEXPO umfasst diverse Gebäude mit Eventlokalitäten für unterschiedlichste Ansprüche (Bild: BERNEXPO)
Hintergrund
Die BERNEXPO inszeniert jedes Jahr mehr als 30 Eigen- und Gastmessen und bis zu 600 Events jeder Grösse. Seit mehr als 75 Jahren schafft das Berner Unternehmen Momente und Emotionen für die Ewigkeit. Als Gastgeberin bringt die BERNEXPO Menschen unterschiedlichster Herkunft und Branchen zusammen und sorgt für wirkungsvolle Erlebnisse via Live-Kommunikation. Das BERNEXPO-Areal zählt zu den grössten Eventlocations der Schweiz. Es umfasst 100'000 m² Freigelände sowie rund 50'000 m² Indoor-Fläche verteilt auf acht Messehallen, 22 Räume und ein multifunktionales Gebäude (Festhalle) mit Eventhalle und Kongresszentrum. Mit rund 120 Mitarbeitenden ist das Unternehmen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt und Region Bern, mit Ausstrahlungskraft weit über die Kantonsgrenzen hinaus.
Massnahmenangebot
Unkomplizierte und bequeme Anreise mit dem ÖV
Die ÖV-Anreise der Besuchenden ist für die BERNEXPO ein sehr wichtiges Anliegen. Mit passenden Möglichkeiten und Lösungen wird ein bequemes Reiseerlebnis angeboten. Regelmässig bietet die BERNEXPO beispielsweise SBB-Kombi-Tickets (Eintritt inklusiv ÖV-Ticket) an, die systematisch im Buchungsprozess vermarktet und evaluiert werden.
Das Angebot soll künftig mit übergreifenden Angeboten der Verkehrsbetriebe auf den Veranstaltungskalender abgestimmt werden. Konkret sollen Eintrittsermässigungen für Besuchende als ÖV-Anreiz, ermässigte Reise mit dem ÖV ab Wohnort bis zum Durchführungsort und zurück sowie Extrazüge bei bestimmten Events das Verkehrsaufkommen im Wankdorf-Perimeter tiefhalten und die ÖV-Nutzung als gute Alternative zum motorisierten Individualverkehr steigern.
Regelmässiger Austausch mit der Nachbarschaft
Die Gleichzeitigkeit von Grossveranstaltungen im Perimeter Wankdorf ist eine zusätzliche Herausforderung. Insbesondere bei Sportveranstaltungen mit hohem Personenaufkommen und parallellaufenden Veranstaltungen auf dem BERNEXPO-Areal ist eine transparente Kommunikation nach aussen in die Nachbarschaft wichtig. Dieser Austausch inkludiert nicht nur Privatpersonen, sondern auch das Wankdorfstadion mit dem Betreiber und BSC YB, ansässige Verwaltung, Industrie, Gewerbe und Quartiervertretungen.
Der grosse Austausch, die sogenannte Koordinationssitzung mit Behörden, Verwaltung der Stadt Bern, Sicherheit der Stadt Bern, Sportclubs, Unternehmen aus der Nachbarschaft und den Quartiervertretungen findet jährlich im Januar statt. Diese Zusammenkunft beinhaltet den Rückblick ins vergangene Veranstaltungsjahr, den Ausblick ins kommende Jahr, Baustellen in diesem Perimeter, Massnahmen zur Verkehrsberuhigung (während und ohne Veranstaltungen) und einen offenen Austausch über die Zusammenarbeit.
- Die BERNEXPO verschickt jede Woche an alle Nachbarn im Perimeter Wankdorf eine E-Mail mit allen relevanten und aktuellen Infos in Sachen Grossveranstaltungen. So sind alle, die es interessiert stets auf dem aktuellen Stand der Dinge.
- Die BERNEXPO kommuniziert proaktiv auf ihrer Website stets das zu erwartete Personenaufkommen bei jeder Veranstaltung, um Transparenz zu schaffen.
- Regelmässig lädt die BERNEXPO zum Nachbarschaftsfrühstück ein, wo quartalsweise ein formeller und informeller Informationsaustausch stattfindet und die Nachbarschaft gepflegt wird.
Neues permanentes Velo-Angebot
Im Zuge der Eröffnung der Festhalle wurde das Mobilitätsangebot erweitert. Die Papiermühlestrasse wurde mit neuen Veloabstellanlagen ergänzt und eine neue Bikesharing-Station entlang der Strasse installiert. Damit wurden Anreize geschaffen, um die Velonutzung zu erhöhen. Dazu trägt auch die verbesserte Verkehrsführung mit sichereren Velowegen bei.
Die Veloabstellplätze wurden attraktiver und durchlässiger gestaltet und mit dem städtischen Bikesharing-Angebot ergänzt (Foto: BERNEXPO)
Neue mobile Autobahneinfahrt
Die Parkierung an der Wölflistrasse während den Grossveranstaltungen führt vor allem im Feierabendverkehr zu noch mehr Fahrzeugen auf der Strasse, was Staus und lange Wartezeiten zur Folge hat. Betroffen davon sind die Besuchenden der Veranstaltungen als auch das umliegende Gewerbe und der öffentliche Busverkehr.
Während der BEA 2025 hat die BERNEXPO zusammen mit der Stadt, dem Kanton, Securitas und Polizei einen Pilotversuch umgesetzt: Eine mobile Autobahneinfahrt auf der A1 Richtung Zürich während den Peak-Zeiten am Feierabend sorgte dafür, dass der Verkehr über die Bolligenstrasse sowie neu über die A1 abfliessen konnte. Die Auswirkung: Auf der Wölflistrasse kam es zu fast keinem Stau mehr.
Event-Ampelschaltung
Wenn auf der Wölflistrasse Parkplätze in Betrieb sind, ist die Staugefahr bei der Ausfahrt in die Bolligenstrasse erheblich. Während den Feierabendzeiten tritt die sogenannte Event-Ampelschaltung in Kraft, wo längere Grünphasen bei der Ausfahrt Wölflistrasse für einen besseren Verkehrsfluss sorgen. Es kommt somit zu weniger Stau auf der Wölfli- sowie Bolligenstrasse und am Schermenweg und der Verkehrsfluss kann sichergestellt werden.
Verkehrslenkung Bolligenstrasse
Mit zusätzlichen Parkplätzen im Expo Parking und den rund 2'500 parkierten Fahrzeugen auf der kleinen Allmend kommt es zu Staugefahr auf der Bolligenstrasse Richtung Autobahn. Folgende Massnahmen verkleinern hier die Staugefahr:
- Ausfahrt in die Bolligenstrasse nur rechts Richtung Autobahn möglich.
- Ausfahrt Expo Parking nur links Richtung Autobahneinfahrt Ostring möglich.
- Einfahrt Bolligenstrasse nur für Zubringer Zentweg möglich.
Die Einfahrt in die Bolligenstrasse war nur für den Zubringerdienst vom Zentweg her möglich (Foto: BERNEXPO)
Bewirtschaftung Parkflächen während Veranstaltungen
Die bisherige Bezahlung des Tagestarifs beim Securitas-Personal bei der Einfahrt zum Parkplatz hat während Veranstaltungsbeginn und -Schluss zu Rückstau auf den Strassen geführt. Durch die neue Möglichkeit die effektive Parkzeit via Parkuhren und Apps zu bezahlen, anstatt der Bezahlung des fixen Tagestarifs, wurde der Stau erheblich reduziert, da die Parkplätze nach der Ein- und Ausfahrt digital bezahlt werden können.
Die vereinfachte Bezahlmöglichkeit via App hat zur Staureduktion beigetragen (Foto: BERNEXPO)
Parkpreise
Das Parkplatz-Angebot auf dem Perimeter Wankdorf ist kleiner als die Nachfrage. Die Preiserhöhungen per September 2024 sorgten dafür, dass fast zu jeder Zeit freie Parkplätze vorhanden waren und sich während den Grossveranstaltungen kaum Staus auf den Strassen bilden konnten. Die Erhöhung der Parkpreise wurden von einzelnen Besuchergruppen sowie seitens Medien kritisiert. Eine Nachjustierung des Tagestarifs wurde evaluiert und bereits umgesetzt.
Erfahrungen
Die proaktiven Anstrengungen der BERNEXPO werden wahrgenommen. Das zeigen die positiven Erfahrungen mit der Nachbarschaft sowie weiteren Stakeholder und die rege Benutzung des öffentlichen Verkehrs, um auf das BERNEXPO-Areal zu gelangen. Auch die unterschiedlichen Massnahmen und Angebote zur Velo-Förderung zeigen Wirkung.
Erfolgreiche Eventlogistik
In der Vergangenheit gab es während dem Auf- und Abbau von Veranstaltungen immer wieder Staus und teilweise sogar einen Verkehrskollaps. Seit 2021 hat die BERNEXPO ein internes Logistikteam aufgebaut und seit März 2024 ein Logistik-Steuerungssystem eingeführt (TransITfair), welches auf Echtzeitdaten beruht.
Mit diesen Massnahmen konnte der Verkehr während den Auf- und Abbautagen von Veranstaltungen geglättet und beruhigt werden. Dank minimalen Wartezeiten stieg die Kundenzufriedenheit, der Auf- und Abbau ging viel ruhiger vonstatten und Bagatellunfälle reduzierten sich massiv. Da sich verschiedene Veranstaltungen terminlich immer mal wieder überschneiden, profitieren Ausstellende, Messebauende sowie Lieferanten von der Tatsache, dass es aufgrund des neuen Logisitiktools und den im Vorfeld zu reservierenden Zeitslots nahezu keine Wartezeiten mehr gibt.
Exkurs: Logistiktool TransITfair
So funktionierts: Die Kundinnen und Kunden melden ihre Fahrzeuge online für die Zufahrt zum Messegelände an und können Zeit-Slots zur Be- und Entladung reservieren und buchen. Die Fahrerinnen und Fahrer registrieren sich bei der Ankunft an den ausgewiesenen Registrierflächen und erhalten eine Bestätigung für das gebuchte Zeitfenster mit Anfahrtsbeschreibung zum entsprechenden Ladehof. Zum gebuchten Zeitpunkt erhalten sie einen Aufruf oder eine SMS zur Zufahrt auf das Messegelände. Nach erfolgtem Be- oder Entladen im Zeit-Slot checken die Fahrzeuge aus und verlassen das Messegelände.
Die Software basiert auf einem Buchungssystem, in dem Messeprofile hinterlegt werden. Diese Profile enthalten eine Prognose über die Zahl der erwarteten Transporte je Fahrzeugtyp sowie die vorgesehenen Zeiten für Auf- und Abbau. Anschliessend legt die Software einmalig idealtypische Stellplatzmuster an. Das alles geschieht in Echtzeit unter Berücksichtigung etwaiger Störungen wie Blockierungen von Stellflächen. TransITfair speichert die Daten jedes logistischen Prozesses. Dadurch lassen sich Erkenntnisse über mögliche Optimierungen gewinnen und für zukünftige Veranstaltungen nutzen.
Obwohl mit aktuellen Zählsystemen, Monitoring und präziser Datenlage auf einzelne Verkehrsträger bereits Daten vorliegen, betrachtet die BERNEXPO die Datenlage als noch ungenügend und ist aktuell dabei, über weitere innovative Quellen bessere Aussagen treffen zu können. Ziel bleibt ein planbarer Mobilitätsfluss – im Interesse der Besuchenden, der Anwohnenden und der Region. Die BERNEXPO zeigt, dass aktives Mobilitätsmanagement möglich ist – selbst in einem hochverdichteten Gebiet wie dem Wankdorf-Perimeter und nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein.
Wirkung
Umwelt und Energie
Spannende ÖV- Eintritts- Angebote lassen das Publikum die eigene Verkehrsmittelbenützung zugunsten des ÖVs überdenken. Somit sinken Lärm- und Luftemissionen.
Die neue PubliBike-Station verbindet die Stadt, den Bahnhof Wankdorf und Nachbarsgemeinden mit dem Areal.
Höhere Parkplatzgebühren führten zu einer verminderten Benutzung, trotz einfacherer Bewirtschaftung mittels App. Verkehrslenkungen, mobile Autobahnausfahrt und Event-Ampelschaltungen während Grossveranstaltungen verflüssigten die Verkehrsströme.
Gesellschaft
Ob für Anwohnerinnen und Anwohner, Besuchende oder Berufstätige vor Ort und in der unmittelbaren Umgebung, für alle ist der regelmässige Austausch ein Gewinn. Wenn man weiss, wo Informationen zu holen sind und Rückmeldungen ermöglicht werden, steigt das gegenseitige Verständnis und der Respekt. Umweltfreundliche Verkehrsmittel verstärken das positive Besuchererlebnis durch entspanntere An- und Rückreise.
Wirtschaft
Der Einsatz des neuen Mobilitätsmangements auf dem Areal der BERNEXPO ist enorm wichtig: Wenn die Verkehrsflüsse sich bewegen, sparen alle Zeit und damit auch Geld. Zudem zeigt die BERNEXPO, dass ein grosser, lebendiger Betrieb seine Möglichkeiten nutzt.
Werkzeugkasten
Vorgehen
Ausgangspunkt ist ein Mobilitätskonzept auf Arealebene, idealerweise als Teil von Planung oder Bewilligung verankert. Entscheidend ist, Mobilität nicht für einzelne Events, sondern für den gesamten Standort zu denken.
Der Weg dorthin lässt sich einfach zusammenfassen:
- Gesamtsystem verstehen
Verkehrsströme, Peaks und Engpässe im gesamten Perimeter analysieren. - Stakeholder früh einbinden
Stadt, Kanton, Polizei, Verkehrsbetriebe und weitere Akteure (z. B. Nachbarn, Quartiere etc.) frühzeitig einbeziehen. Bestehende Erfahrungen und Massnahmen nutzen. - Klare Steuerungshebel definieren
Fokus auf wirksame Massnahmen: Parkierung, Verkehrslenkung, Eventkoordination, ÖV-Integration. - In den Betrieb überführen
Mobilitätsmanagement als Daueraufgabe etablieren – mit klaren Prozessen, Zuständigkeiten und regelmässiger Abstimmung.
Kerngedanke: Mobilität als Arealsystem denken – nicht als Einzellösung pro Veranstaltung.
Was konkret wirkt
Wirksam sind insbesondere Massnahmen, die direkt das Verhalten beeinflussen:
- Kombi-Tickets → ÖV wird zur naheliegenden Option
- Parkraumbewirtschaftung → steuert Nachfrage
- begrenzte Parkplätze → erzwingen Entscheidung
- Verkehrslenkung → reduziert Attraktivität des Autos
- Kommunikation → lenkt Erwartungen frühzeitig
Ziel ist nicht nur das Angebot, sondern die aktive Steuerung des Modalsplit.
Zusammenarbeit
Erfolgsentscheidend ist das funktionierende Multi-Stakeholder-System:
- klare Rollen (Betreiber, Behörden, ÖV, Veranstalter)
- regelmässige Abstimmungs- und Koordinationsmeetings
- enge Zusammenarbeit im Betrieb
- persönliche Kontakte und Vertrauen
Nur so gelingen flüssiger Verkehr und abgestimmte ÖV-Kapazitäten.
Kernaussage
Erfolgreiches Mobilitätsmanagement basiert auf klaren Prozessen, abgestimmter Zusammenarbeit und der gezielten Steuerung der Nachfrage.
Finanzierung
Die Finanzierung erfolgt pragmatisch:
- Investitionen im Rahmen von Bauprojekten (z. B. Festhalle)
- Betriebliche Massnahmen werden verursachergerecht den Veranstaltungen zugeordnet
- Zusatzkosten können im besten Fall über verschiedene Budgets und/oder Beiträge gedeckt werden
- ÖV-Angebote werden, wenn immer möglich, in Kooperationen finanziert
Mobilität ist Teil der Eventorganisation – nicht eine Zusatzleistung.
Marketing
Kommunikation ist ein zentraler Hebel – oft mit überschaubarem Budget:
- Integration in bestehende Kanäle (Website, Ticketing, Eventkommunikation)
- klare Botschaften zur Anreise (ÖV nutzen, Parkierung begrenzt)
- Informationen auf Areal- und Perimeter-Ebene
- gezielte Massnahmen bei Grossveranstaltungen
Entscheidend dabei ist: Die Mobilitätsentscheidung fällt vor dem Event.
Ausblick und Fazit
Die BERNEXPO zeigt, dass wirksames Mobilitätsmanagement auch in einem hochbelasteten Umfeld möglich ist. Entscheidend ist dabei ist die gezielte Steuerung der Nachfrage durch ein abgestimmtes Zusammenspiel von Parkierung, Verkehrslenkung, ÖV-Angeboten und Kommunikation. Mit dem schrittweisen Ausbau der Datengrundlage entwickelt sich das Mobilitätsmanagement zunehmend zu einem lernenden und datenbasierten System. Ziel ist es, künftig in Echtzeit zu verstehen, wie sich Verkehrsströme entwickeln, wie der Verkehr im Perimeter fliesst und wo freie Kapazitäten – etwa bei Parkplätzen – vorhanden sind. Damit wird Mobilität noch gezielter steuerbar und planbarer – im Interesse der Besuchenden, der Anwohnenden, Gewerbe und der Region. Die Zukunft liegt in der Transformation vom klassischen Verkehrsmanagement hin zur aktiven Steuerung der Mobilitätsnachfrage.
Weitere Informationen
Weiterführende Links
- Website BERNEXPO
- Online-Agenda mit Angaben zum erwarteten Personenaufkommen
- Alle Infos zur Festhalle
- Alle Infos zur Anreise (per ÖV, Auto, Velo, Taxi etc.)
- Dokumente zur BERNEXPO zum Download
Kontaktadressen
BERNEXPO AG
Mingerstrasse 6
CH-3014 Bern
Tel. +41 31 340 11 11
https://bernexpo.ch/de
Fragen Sie auch die Vertreter:innen von Mobilservice Praxis Ihres Kantons um Rat.
Verantwortlich für die Ausarbeitung dieses Praxisbeispiels:
Kanton Bern
Amt für Umwelt und Energie
Annemarie König
Laupenstrasse 22
CH-3008 Bern
Tel. +41 31 633 58 61
