CO₂-arme Stadtlogistik und Lastenvelos
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Erstellt am 06.05.2026
Das Lastenvelo im Dienste einer CO₂-armen Stadtlogistik (Quelle: freepik)
Im Rahmen seiner Strategie für eine effizientere, wirtschaftlichere und umweltfreundlichere berufliche Mobilität hat der Kanton Genf mehrere finanzielle Fördermassnahmen eingeführt. Diese können im Rahmen der jährlichen Budgets kumuliert werden und richten sich an Selbstständige sowie KMU mit weniger als 250 Mitarbeitenden, mit einem klaren Ziel: Hindernisse für die Nutzung des Velos als Arbeitsmittel zu beseitigen.
Die wichtigste Massnahme sieht eine Subvention für die Einrichtung von Firmenveloflotten vor. Diese besonders attraktive Förderung deckt bis zu 50 % der Anschaffungskosten ab, mit einer Obergrenze von 5'000 CHF, bereits ab dem Kauf von drei neuen Velos. Die Unternehmen können ihre Modelle frei wählen, sowohl in der Schweiz als auch im Ausland. Für Unternehmen, die noch zögern, umfasst das Programm auch eine finanzielle Beteiligung an Tests mit E-Bikes oder Lastenvelos (50 %, bis zu 250 CHF) sowie eine Unterstützung für Velofahrtrainings (75 %, begrenzt auf 80 CHF). Der Kauf von Lastenvelos, einer flexiblen Lösung für den Gütertransport und die Fortbewegung in der Stadt, wird zudem mit einer Förderung in Höhe von 10 % des Kaufpreises unterstützt, begrenzt auf 500 CHF.
In diesem Sinne hat die Mobilitätsakademie des TCS am 4. Mai 2026 in Meyrin (GE) und in Bern das Projekt „Shared Mobility Pop-Up Hubs“ (SHMOB.UP) gestartet. An diesen beiden temporären Standorten, den sogenannten «Pop-up-Hubs», werden leichte Elektrofahrzeuge über mehrere Monate hinweg privaten und gewerblichen Nutzenden zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt. Die Testflotte besteht aus Lastenvelos, dreirädrigen Motorrädern, Rollern, Kleinstwagen und Kleinlastwagen.
Das Lastenvelo – diesmal jedoch ausschliesslich im privaten Bereich – steht zudem im Mittelpunkt eines Projekts der OUVEMA, das dessen Rolle in der Mobilität hervorhebt. Es erweist sich als gewinnbringende Alternative oder Ergänzung zu anderen Verkehrsmitteln auf kurzen und mittleren Strecken. Oft ersetzt es das Privatauto und konkurriert oder ergänzt den öffentlichen Nahverkehr, das Zu-Fuss-Gehen und das klassische Velofahren.
Die Anschaffung fällt oft mit einer Lebensphase zusammen: der Gründung einer Familie. Es ermöglicht die Beibehaltung der Velonutzung in einer Zeit, in der das Auto nach wie vor dominiert, nur 7 % der Schweizer Familien leben ohne Auto. Über die praktischen Aspekte hinaus spiegelt das Lastenvelo auch das Streben nach einem nachhaltigeren Lebensstil wider, der weniger vom Auto abhängig ist. Da es innerhalb des Haushalts gemeinsam genutzt wird, passt es sich den Anforderungen des Alltags und den Bedürfnissen der Familienfahrten an.
Weitere Informationen
- Mobilitätsakademie des TCS: Shared Mobility Pop-Up Hubs
- OUVEMA: Die Auswirkungen von Lastenfahrrädern auf die Mobilität (fr)
- Mobilservice News Dossier zu „Citylogistik: Städte im Umgang mit Online-Shopping und Güterverkehr“ (November 2025)
- Aktuelles Dossier von Mobilservice „Initiativen zur Förderung der Cargobike-Nutzung“ (September 2022)
