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Level up your Ride: Wie digitales Training Kompetenzen für Velosicherheit fördert

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Erstellt am 06.05.2026

Mit spielerischen Aufgaben und Perspektivenwechseln wird die Sicherheit im Veloverkehr trainiert (Abbildung: Level up your Ride) Mit spielerischen Aufgaben und Perspektivenwechseln wird die Sicherheit im Veloverkehr trainiert (Abbildung: Level up your Ride)

Sicherheitsbedenken gehören zu den wichtigsten Gründen, weshalb Menschen auf das Velo verzichten. Wie lassen sich Kompetenzen für die Velosicherheit wirkungsvoll trainieren? Das digitale Trainingsprogramm „Level up your Ride" richtet sich an erwachsene Velofahrende aller Erfahrungsstufen und vermittelt essenzielle Fähigkeiten wie das Erkennen toter Winkel, den Umgang mit dem gesetzlichen Vortritt sowie das Verhalten in komplexen Verkehrssituationen.

Das Projekt wurde von Pro Velo Schweiz und der Stadt Zürich konzipiert, wissenschaftlich begleitet von der Hochschule für Angewandte Psychologie und der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der FHNW sowie durch den Fonds für Verkehrssicherheit (FVS) und die AXA Stiftung für Prävention gefördert. Die Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmenden erfordert Kompetenzen, die über die reine Regelkenntnis hinausgehen, z.B. sicheres Fahren im Kreisel oder das Erkennen kritischer Situationen beim Abbiegen. Durch Repetition, Feedback und Gamification wird eine nachhaltige Verhaltensänderung mittels des digitalen Programms gefördert.

Nach einem Onboarding mit Fragen zur Velo- und Autonutzung sowie einer Selbsteinschätzung besteht der Aufbau des Programms aus drei Levels mit je zwölf spielerischen Aufgaben, die über einen Monat wöchentlich freigeschaltet werden, ergänzt durch eine abschliessende Challenge. Durch Fragen mit Perspektivenwechseln werden Teilnehmende angehalten, Situationen aus der Sicht anderer Verkehrsteilnehmender zu reflektieren. Während des Trainings können Punkte gesammelt und Badges verdient werden.

Die Akzeptanz und Wirkung wurden zwischen April und August 2025 durch die FHNW wissenschaftlich untersucht. Die Akzeptanz war hoch: 92 % der Teilnehmenden würden das Training wieder absolvieren, wobei emotionale Motivation (Spass) und attraktive Preise den grössten Einfluss hatten. Die Wirkung wurde durch Selbsteinschätzung, erzielte Punktzahlen sowie ein Feldexperiment analysiert. Die Ergebnisse zeigen: Das digitale Velotraining verbessert die Verkehrskompetenzen, erhöht das Sicherheitsbewusstsein und führt zu sichererem Fahrverhalten. Besonders selten fahrende Personen profitieren am meisten.

Im Jahr 2025 wurden im Schweizer Strassenverkehr 4'149 Menschen schwer verletzt oder getötet, ein Wert im Bereich der letzten Jahre. In Helsinki konnte die Anzahl der Verkehrstoten in den letzten Jahren auf nahezu null gesenkt werden. Wie solche Veränderungen von der Systemebene bis zur konkreten Gestaltung im Strassenraum gelingen können, wurde im letzten Webinar der Velokonferenz Schweiz zum Thema «Vision Zero» von drei Fachexpert:innen aufgezeigt.

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