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Hürden und Hebel für die Umsetzung der Elektromobilität

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Erstellt am 03.03.2026

Technologien für Elektromobilität sind verfügbar und konkurrenzfähig - jetzt ist eine konsequente Umsetzung gefragt (Foto: Unsplash) Technologien für Elektromobilität sind verfügbar und konkurrenzfähig - jetzt ist eine konsequente Umsetzung gefragt (Foto: Unsplash)

2025 erreichten Steckerfahrzeuge bei den Neuzulassungen von Personenwagen 34 %, davon 22.9 % batterieelektrisch und 11.1 % Plug-in-Hybrid. Per Januar 2026 stehen schweizweit 17’370 öffentliche Ladepunkte an rund 8’260 Standorten zur Verfügung. Kantonal weisen Glarus (43.2 %), Zürich (40.1 %) und Nidwalden (37.5 %) die höchsten Marktanteile auf.

Trotz dieser Entwicklung bestehen Barrieren bei der Förderung von Elektrofahrzeugen. Als zentrale Hemmnisse gelten fehlende Kauf- und Infrastrukturförderungen auf Bundesebene im Unterschied zu vielen europäischen Ländern. Gleichzeitig plant der Bundesrat, Elektrofahrzeuge ab 2030 zu besteuern, um Ausfälle bei der Mineralölsteuer zu kompensieren. Zudem hält der Ausbau der Ladeinfrastruktur, insbesondere im öffentlichen Raum, mit der Nachfrage nicht überall Schritt. Erschwerend kommt hinzu, dass 61 % der Bevölkerung Mieter:innen sind und häufig keinen direkten Zugang zu einer Heimladelösung haben.

Am Symposium von energie-cluster.ch vom 28. Januar 2026 diskutierten Vertretende aus Gemeinden, Unternehmen, Politik und Forschung die konkrete Umsetzung von Elektromobilität. Konsens war, dass Technologien verfügbar und wirtschaftlich konkurrenzfähig sind, von Personenwagen über Nutzfahrzeuge bis zu Spezialfahrzeugen. In Unternehmen gilt es den Zugang zu ermöglichen, Vertrauen zu schaffen und die Mitarbeitenden bei der Transformation mitzunehmen. Die SBB zeigte, dass niederschwellige Zugänge, Probefahrten und klare interne Signale helfen, psychologische Barrieren abzubauen und Elektromobilität als neuen Standard zu etablieren.

Auch Gemeinden und Städte können den Aufbau der Ladeinfrastruktur massgeblich mitgestalten und durch koordinierte Planung die Standortattraktivität erhöhen. Ein abgestimmter Mix aus Heim-, Arbeits-, Quartier-, Ziel- und Schnellladen gilt als Voraussetzung für eine flächendeckende Versorgung. Der Kanton Bern setzt beispielsweise mit einer kantonalen Fahrzeugstrategie und einer zentralen Beschaffungsstelle Mobilität Impulse in der öffentlichen Hand. Auch der Kanton Solothurn hat einen hohen Marktanteil von Elektromobilität. Gründe dafür sind unter anderem die frühen Aktivitäten von Energieversorgern und Gemeinden. Zudem elektrifizieren Firmenflotten häufig schneller als Private, nicht zuletzt aufgrund verbindlicher CO₂-Ziele. Dadurch gibt es auch zahlreiche Ladegelegenheiten an Arbeitsorten. Der Kanton hat zusätzlich einen hohen Wohneigentumsanteil, was das private Laden zu Hause vereinfacht.

Das Programm LadenPunkt des Bundesamts für Energie unterstützt Gemeinden und Unternehmen mit Leitfäden und Werkzeugkästen. INFRAS präsentierte am Symposium den neuen „Ladebedarfsrechner für Flotten", zur Abschätzung von Ladebedarf, Anzahl Ladepunkten, nötiger Anschlussleistung, groben Kosten und CO₂-Einsparungen.

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