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Die Nutzung von Geodaten zur optimierten Planung von Wegnetzen für den Langsamverkehr

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Erstellt am 02.04.2026

Die Modellierung von Fussverkehrsströmen ermöglicht es, vorrangige Wege zu ermitteln, die Auswirkungen von Baumassnahmen zu bewerten und die Infrastruktur zu planen (Karte: Metron – Kategorie „Fussverkehrsmengen“) Die Modellierung von Fussverkehrsströmen ermöglicht es, vorrangige Wege zu ermitteln, die Auswirkungen von Baumassnahmen zu bewerten und die Infrastruktur zu planen (Karte: Metron – Kategorie „Fussverkehrsmengen“)

Das Gehen ist eine universelle und unverzichtbare Fortbewegungsart. Jede Person geht im Durchschnitt 40 Minuten pro Tag, was erhebliche Vorteile für die Gesundheit und die Umwelt mit sich bringt. Doch trotz dieses Potenzials findet das Gehen in der öffentlichen Politik nach wie vor wenig Beachtung, insbesondere aufgrund fehlender Daten, Ressourcen und Planungsinstrumente.

Die Association pour le système d'information du territoire (ASIT) organisierte am 12. Februar 2026 ein Treffen zum Beitrag von GIS (Geografische Informationssysteme) zur sanften Mobilität. Laut Fussverkehr Schweiz ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, dass es an georeferenzierten Daten zum Fussverkehr mangelt. Im Gegensatz zum motorisierten Verkehr wird das Gehen kaum erfasst und modelliert, und die vorhandenen Daten sind fragmentiert. Einige stammen aus administrativen Quellen (öffentlicher Verkehr, Schulen, Grünflächen) oder Quellen wie OpenStreetMap (OSM), können sich jedoch als unvollständig erweisen. Das Netzwerk "Monitoring Fuss- und Veloverkehr" bietet eine Plattform, wo Fachpersonen zusammenkommen, die Fussgänger- und Velozählungen durchführen, um Erfahrungen und technische Fortschritte auszutauschen.

Geodaten können unter anderem bei zwei Ansätzen einen konkreten Beitrag leisten: bei der Planung von Fusswegnetzen und bei Begehbarkeitsanalysen. Die Planung besteht darin, eine strukturierte Vision des Netzes zu entwickeln, wobei zwischen bereits bestehender und noch zu schaffender Infrastruktur unterschieden wird. Dazu müssen Daten aus externen Quellen (Behörden, OSM, Walkable) herangezogen und Informationen vor Ort erhoben werden. Die Begehbarkeitsanalyse zielt hingegen darauf ab, die Qualität der Fusswege konkret zu bewerten. Sie basiert auf detaillierten Bestandsaufnahmen (Längen der Fusswege, Wartezeiten an Ampeln, Steigungen etc.) und ermöglicht es, Problemstellen zu identifizieren.

Zudem sind Geodaten nützlich, um die Fortbewegung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu verbessern, da diese mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind. Denn Barrierefreiheit bezieht sich nicht nur auf das Vorhandensein von Infrastruktur, sondern hängt von zahlreichen Faktoren ab, wie der Durchgängigkeit der Wege, der Sicherheit oder temporären Hindernissen. Geodaten helfen daher bei der Entwicklung geeigneter Routenplaner, die Unterbrechungen in der Mobilitätskette vermeiden können.

So ermöglichen Geodaten eine bessere Planung, um die Sicherheit zu erhöhen, dichte Fusswegnetze zu entwickeln, die öffentliche Gesundheit zu fördern und eine echte Kultur des Gehens zu etablieren.

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