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Stadtplanung miterleben - Einsatz von Virtual Reality in der Umgestaltung öffentlicher Räume

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Erstellt am 09.02.2026

Mit dem Tool können Strassenräume virtuell umgestaltet und erlebt werden (Foto: ZHdK Knowledge Visualization) Mit dem Tool können Strassenräume virtuell umgestaltet und erlebt werden (Foto: ZHdK Knowledge Visualization)

Wie können Menschen für die Teilnahme an partizipativen Prozessen zur Umgestaltung öffentlicher Räume gewonnen werden? Mit dem Projekt "Gestalte Deine Stadt" wurde ein innovatives Virtual-Reality-Tool entwickelt, das es ermöglicht, geplante Umgestaltungen, etwa verkehrsberuhigende Massnahmen oder neue Grünflächen, virtuell zu erleben und aktiv mitzugestalten.

Das 2023 gestartete Projekt wird von der ZHAW, der ZHdK und catta GmbH im Rahmen der Digitalisierungsinitiative des Kantons Zürich getragen. Das Tiefbauamt Zürich, das Amt für Städtebau Zürich, Soziale Dienste Zürich, myclimate sowie die NGOs umverkehR und Fussverkehr Schweiz sind am Projekt beteiligt. Ziel ist es, neue, frühe und niederschwellige Formen der Partizipation in der Stadtentwicklung zu ermöglichen.

Anstelle klassischer Pläne erlaubt das Virtual-Reality-Tool, geplante Massnahmen bereits in der Konzeptionsphase virtuell zu erleben und aktiv zu verändern. Strassenräume können unmittelbar umgestaltet werden: Grünflächen, Bäume, Sitzgelegenheiten oder Veloinfrastruktur lassen sich virtuell beliebig platzieren, sodass Szenarien direkt sichtbar werden. Geräusche, Bewegung und die immersive Darstellung machen mögliche Transformationen des öffentlichen Raums anschaulich sowie emotional erlebbar. Die virtuellen Szenerien basieren auf konkreten städtebaulichen Projekten der Stadt Zürich und wurden in Drehbüchern und Storyboards aufbereitet.

In einer begleitenden Studie wurden Proband:innen vor und nach der Nutzung des Tools sowie einer 2D-Anwendung befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Virtual Reality im Vergleich zu klassischen Desktop-Anwendungen die Aufmerksamkeit, Präsenz, Zufriedenheit und den wahrgenommenen Nutzen deutlich erhöht und kurzfristig positive Effekte auf Einstellungen zur nachhaltigen Stadtentwicklung erzielt. Besonders wirkungsvoll ist dabei der direkte Vergleich zwischen Status quo und alternativen Szenarien, etwa zwischen einer stark befahrenen Strasse und einem begrünten, verkehrsarmen Raum.

Virtual Reality ist damit besonders in frühen Phasen der Partizipation wirksam und erreicht auch Personen, die sich in klassischen Beteiligungsverfahren selten einbringen. Die spielerische Anwendung soll die Zürcher Stadtverwaltung bei der Planung nachhaltiger Stadträume unterstützen und ist so konzipiert, dass sie künftig auch an weiteren Orten eingesetzt werden kann. Der Grundstein dafür ist gelegt.

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