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Wirtschaftsverkehr und Citylogistik: aktuelle Praxishilfe und Projekte in der Schweiz

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Erstellt am 04.11.2026

Durch sogenannten Nano-Hubs werden Pakete auf der letzten Meile mit Lastenvelos transportiert. So entfällt der innerstädtische Lieferverkehr mit Lastwagen. (Foto: © Office cantonal des transports Genève / OVO) Durch sogenannten Nano-Hubs werden Pakete auf der letzten Meile mit Lastenvelos transportiert. So entfällt der innerstädtische Lieferverkehr mit Lastwagen. (Foto: © Office cantonal des transports Genève / OVO)

Die ARE-Praxishilfe «Raumplanung und Wirtschaftsverkehr» trägt für die Planungsfachpersonen der Kantone, Regionen, Agglomerationen sowie Städte und Gemeinden mit Fachwissen zum gemeinsamen Verständnis vom Nutzen des Wirtschaftsverkehrs bei. Die Praxishilfe zeigt zentrale Herausforderungen beim Wirtschaftsverkehr, mögliche Lösungsansätze sowie konkrete Beispiele aus der Praxis detailliert auf.

Unter Wirtschaftsverkehr wird neben dem «klassischen» Güterverkehr (Lieferungen, Baustellen, Kuriere, Entsorgung) auch der sogenannte Dienstleistungsverkehr mit Waren (z.B. Handwerk, Markt, Umzüge) oder ohne Waren (Pflege, Geschäftsreisen) sowie der Personenwirtschaftsverkehr (Taxi, Reisebusse) verstanden. Der Wirtschaftsverkehr bewegt sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen Logistik, Transportgewerbe, Infrastruktur und Raumplanung. Die grössten Herausforderungen liegen dabei in den vier Bereichen Raumplanung und Flächensicherung, Koordination der Akteure, (Daten-)Grundlagen sowie Klima, Energie und Umwelt.
Für diese Herausforderungen bietet die ARE-Praxishilfe sechs Lösungsansätze mit entsprechenden Beispielen aus der Praxis. Im Handlungsfeld «Koordination und Kooperation zwischen Akteuren fördern» sind die Güterverkehrsrunden des Kantons Zürich und der Stadt Bern zu nennen. Bei der «Strategischen Flächensicherung» sind insbesondere die Kantone Bern, Aargau und Zürich vorbildlich. Die Planung von «Umschlagplattformen» (Mikro-Hubs in Bern, Genf, Winterthur und Zürich sowie das Innovationsprojekt «Dynamic Micro-Hub Loxo/Planzer» mit automatisierten E-Lieferfahrzeugen in der Stadt Bern) sowie «Be- und Entladeflächen» (Kantone Basel-Stadt und Genf, Stadt Bern sowie kürzlich publizierte und präsentierte ASTRA VPT-Studie von Rapp und EBP) wird in diversen städtischen Pilotprojekten getestet und vorangetrieben. Nicht zuletzt werden Ansätze zur «Steuerung der urbanen Baulogistik» aufgezeigt, z.B. mit dem Baustellenlogistikkonzept in der Stadt Baden.

Einige dieser und weitere Good Practice Beispiele in der Schweiz wurden im Mobilservice Webinar zu «Citylogistik» am 8. September 2026 präsentiert. Die Videoaufzeichnung des Webinars bietet die Möglichkeit, die Präsentation zu den wichtigsten Inhalten der ARE-Praxishilfe, zum Logistikkonzept und Pilotprojekt mit den Ovo Nano-Hubs im Kanton Genf, sowie zu den Erfahrungen des Pilotprojekts der Ostschweizer Fachhochschule OST mit Lift-Monteur:innen in jeweils 10 Minuten nachzuschauen.
Der Green Day Event der Regio SG vom 7. Mai 2026 in St. Gallen bot ebenso einen wertvollen Austausch zwischen Akteuren aus der Wissenschaft, von Städten und Kantonen, aus der Logistikbranche und von Velolieferdiensten und -kurieren.

Weitere Informationen:

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