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Erstellt am 01.07.2026

Die Genfer Genossenschaft COMOB fördert eine nachhaltige und solidarische Mobilität, indem sie den Bewohnenden des Stadtteils Zugang zu Carsharing-Fahrzeugen ermöglicht. (Foto: Tribune de Genève) Die Genfer Genossenschaft COMOB fördert eine nachhaltige und solidarische Mobilität, indem sie den Bewohnenden des Stadtteils Zugang zu Carsharing-Fahrzeugen ermöglicht. (Foto: Tribune de Genève)

Die Mobilitätsgenossenschaft COMOB in Genf verfolgt einen Mobilitätsansatz, der auf Teilen, Nähe und Zusammenarbeit basiert. Ihr Ziel ist es, den Bewohnenden eines Stadtviertels einen einfachen Zugang zu gemeinsam genutzten Fahrzeugen zu ermöglichen und gleichzeitig die Kosten, die Belegung des öffentlichen Raums und die mit dem Individualverkehr verbundenen Umweltauswirkungen zu reduzieren.

Entstanden aus einer Machbarkeitsstudie, die mit Unterstützung der Stiftung Modus und Partnern aus der Solidar- und Sozialwirtschaft durchgeführt wurde, entwickelte sich COMOB aus der Erkenntnis heraus, dass die meisten Autos einen Grossteil der Zeit ungenutzt stehen, obwohl sie erhebliche Ressourcen beanspruchen. Die Genossenschaft bietet daher eine Alternative an, die auf der Nutzung statt auf dem Besitz basiert. Konkret stellt COMOB Flotten von Carsharing-Fahrzeugen (Pkw und Lastenvelos) direkt in den Stadtvierteln zur Verfügung. Mitglieder können diese im Rahmen eines Abonnements nutzen, während Fahrzeugbesitzende zudem die Möglichkeit haben, ihr Auto der Gemeinschaft im Sinne einer privaten Mitbenutzung zur Verfügung zu stellen. Neben dem Zugang kümmert sich COMOB um die technischen und administrativen Aspekte wie Reservierung, Versicherung, Wartung, Abrechnung und Flottenmanagement. Ziel ist es, die gemeinsame Mobilität für die Nutzenden so einfach und zuverlässig wie möglich zu gestalten.

Darüber hinaus bietet COMOB einen Online-Rechner für Haushalte an, mit dem diese die tatsächlichen Kosten ihres eigenen Autos mit einer Carsharing-Lösung vergleichen und die möglichen finanziellen Einsparungen sowie die Reduzierung der CO₂-Emissionen abschätzen können.

Die Initiative ist Teil eines umfassenderen Trends, der darauf abzielt, die tägliche Mobilität neu zu gestalten. Durch die Förderung von Carsharing und Veloverleih auf Quartiersebene trägt COMOB dazu bei, die Abhängigkeit vom Privatauto zu verringern. Durch dieses genossenschaftliche Modell wird Mobilität eher zu einer kollektiven Dienstleistung als zu einem individuellen Gut. Die jüngsten Zahlen der Swiss Alliance for Collaborative Mobility (CHACOMO) bestätigen das anhaltende Wachstum der Shared Mobility in der Schweiz. Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Nutzenden um 10 % auf 3.4 Millionen, während die Flotte der gemeinsam genutzten Fahrzeuge um 5 % auf über 47'000 verfügbare Fahrzeuge anwuchs.

Ebenfalls mit dem Ziel, die Abhängigkeit vom Privatwagen zu verringern, lädt die „31Days“-Challenge in Freiburg Autobesitzende dazu ein, ihr Auto 31 Tage lang in der Garage stehen zu lassen und stattdessen auf öffentliche Verkehrsmittel, das Velo oder das Zu-Fuss-Gehen umzusteigen. Die ausgewählten Teilnehmenden erhalten einen Monat lang kostenlos ein Generalabonnement (GA), Zugang zu einer Zweiradflotte sowie zu Mobility. Die Challenge findet von Juni bis Oktober statt, Anmeldungen sind bis zum 1. Oktober möglich.

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