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Swiss Mobility Forum 2026: Die Mobilität in Unternehmen neu denken

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Erstellt am 30.09.2026

Das 1. Swiss Mobility Forum bot Vertretenden aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung die Gelegenheit, sich über nachhaltige Mobilität in Unternehmen auszutauschen. (Foto: EnergieSchweiz) Das 1. Swiss Mobility Forum bot Vertretenden aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung die Gelegenheit, sich über nachhaltige Mobilität in Unternehmen auszutauschen. (Foto: EnergieSchweiz)

Multimodalität entsteht durch zuverlässige Daten, glaubwürdige Alternativen und eine durchdachte Infrastruktur, die nachhaltige Optionen attraktiv macht. Das erste Swiss Mobility Forum, das am 15. September 2026 in Bern von EnergieSchweiz organisiert wurde, brachte Akteure aus dem öffentlichen und privaten Sektor zusammen, um der Frage nachzugehen: Wie lässt sich Mobilität in Unternehmen umgestalten?

Raphael Lanz (Kanton Bern) gab zu Beginn die Stossrichtung vor, mit der Plattform «Bemobil» für die 12'000 Mitarbeitenden des Kantons: «Autos nicht verbieten, sondern die Alternativen so attraktiv gestalten, dass man sich freiwillig dafür entscheidet.» Anschliessend rief Prof. Gunnar Heipp zu einem Umdenken auf: Während der Flächen- und Energieverbrauch eines Unternehmens in der Regel berechnet werden, bleiben die tatsächlichen Kosten der Mobilität oft unsichtbar. Da 55 % der Schweizer Arbeitgebenden keinerlei Daten zu den Arbeitswegen erheben, besteht hier noch viel Spielraum für Verbesserungen. Unternehmen beeinflussen die Mobilität bereits durch ihre Entscheidungen (Standortwahl, Homeoffice, Spesen), doch die Einbindung dieser Hebel ermöglicht es, die Attraktivität der Arbeitgebenden zu steigern und Kosten zu senken.

Marc Stoffel (42hacks) betonte seinerseits, dass es nicht darum geht, die verschiedenen Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen. Mithilfe von Swisscom-Daten ermittelt sein Team, wo schnelle Alternativen bestehen. Nur 22 % der Fahrten verfügen über eine optimale Tür-zu-Tür-Alternative. Durch den Einsatz von KI ist es insbesondere möglich, schnell neue Buslinien zu konzipieren.

Es wurden auch konkrete Tools für die Praxis diskutiert. Pauline Hosotte von der Modus-Stiftung stellte Mobilyse vor, ein Analyse-Tool, das die oft vernachlässigte Akzeptanz der Nutzenden berücksichtigt. Annik Müller (IKEA) hob die Mobilität von Kund:innen und Besuchenden hervor, die für die Unternehmensmobilität von zentraler Bedeutung ist. 86 % der IKEA-Kund:innen kommen aus Gewohnheit mit dem Auto, doch 67 % der getätigten Einkäufe passen in die berühmte blaue IKEA-Einkaufstasche. In einer Testphase gelang es durch die Einführung eines Anreizgutscheins im Wert von 30 CHF, 40 % der Teilnehmenden davon zu überzeugen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Die Herausforderung? Das Modell landesweit tragfähig zu machen.

Das Swiss Mobility Forum bot zudem die Gelegenheit, die Angebote von EnergieSchweiz für Unternehmen vorzustellen. Individuelle Beratung, Webinare, Innovationsworkshops in Gruppen sowie eine Ratgeberbroschüre stehen zur Verfügung, unterstützt von drei Mobilitätsexpert:innen, die auf Französisch, Deutsch und Italienisch arbeiten.

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