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Erholung und Erlebnisse in der Nähe: Publikationen und Initiativen für eine nachhaltige Freizeitmobilität

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Erstellt am 01.09.2020

Die Schüssinsel bei Biel - eines von drei Beispielen in der neuen ASTRA-Broschüre zu sanfter Mobilität und Naherholung (Foto: Anita Vozza) Die Schüssinsel bei Biel - eines von drei Beispielen in der neuen ASTRA-Broschüre zu sanfter Mobilität und Naherholung (Foto: Anita Vozza)

Der Sommer 2020 wird in spezieller Erinnerung bleiben. Durch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie sind viele Schweizerinnen und Schweizer weniger weit verreist als in anderen Jahren und haben dafür die nähere Umgebung neu entdeckt, sei es zu Fuss, mit dem Velo oder auf Skates. Nicht erst seit Corona ist klar, dass die Kombination von Naherholung und sanfter Mobilität von öffentlichem Interesse ist. Naherholungsgebiete wie Gewässer, Wälder oder reich strukturierte Landschaften entsprechen den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bevölkerung. Sind sie mit einer guten Infrastruktur für den Langsamverkehr erschlossen und rasch zu Fuss oder mit dem Velo erreichbar, fördern sie die Standortqualität der Region und entlasten das Strassennetz. Um entsprechende Angebote im Bereich Naherholung und sanfter Mobilität zu schaffen und zu fördern, publizierte das ASTRA gemeinsam mit SchweizMobil und Schweizer Wanderwege eine Broschüre zum Thema. Die Autoren der Broschüre plädieren dafür, Naherholung und aktive Mobilität frühzeitig und vorausschauend in die raumwirksamen Planungen und Projekte zu integrieren. Die Publikation nennt Anforderungen an Langsamverkehrswege im Kontext von Naherholungsgebieten und illustriert an drei Beispielen (Rontal in der Region Luzern Ost, Parco del Laveggio im Mendrisiotto sowie die Schüssinsel Biel) das Vorgehen, konkrete Massnahmen sowie Erfahrungen.

Das aktuelle Bulletin der Velokonferenz Schweiz ist ebenfalls dem Thema „Velo und Freizeit“ gewidmet. Auch hier nehmen Praxisbeispiele einen wichtigen Stellenwert ein. So ist beispielsweise ein Artikel der Veloroute Valle Maggia gewidmet, die so weit wie möglich historischen Gleisanlagen folgt. Ein anderer Artikel nimmt den Glattuferweg im Norden von Zürich in den Fokus. Ein Freiraumkonzept sieht vor, mit einem durchgängigen, kombinierten Velo- und Fussweg das linke Ufer der Glatt für Erholungssuchende zugänglich zu machen und am anderen Ufer einen möglichst ungestörten Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen.

Neben attraktiven Infrastrukturen können auch neuartige Angebote Menschen dazu bewegen, ihre Freizeit und Ferien in der Nähe zu verbringen. Pünktlich zum Beginn der Sommerferien lancierte die Mobilitätsakademie des TCS die Website „bleib hier“. Nach dem Motto „langsamer, leichter, lokaler“ bietet „bleib hier“ eine Plattform mit vielen Angeboten für Ferien in der Nähe. Über die Sommermonate wird im Rahmen einer Testphase eine breite Palette von Aktivitäten im Kanton Bern angeboten: Vom Glamping-Zelt auf einem Bauernhof über eine Yogastunde bis zum Waldspaziergang mit dem Förster. Daraus will die Mobilitätsakademie Erkenntnisse gewinnen, welche Angebote auf Anklang stossen und die vielverspechendsten Ideen anschliessend zu Geschäftsmodellen weiterentwickeln und skalieren. Ziel des Projekts „bleib hier“ ist, im Verkehrssektor das Suffizienzdenken und -handeln stärker zu verankern.

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