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Mit Verkehrsdrehscheiben intermodale Mobilität fördern

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Erstellt am 02.03.2021

Der neue Bahnhof Genf Eaux-Vives verbindet verschiedene Verkehrsmittel und ist Zentrum eines neuen Stadtquartiers mit vielfältigen Nutzungen (Foto: Stadt Genf) Der neue Bahnhof Genf Eaux-Vives verbindet verschiedene Verkehrsmittel und ist Zentrum eines neuen Stadtquartiers mit vielfältigen Nutzungen (Foto: Stadt Genf)

Verkehrsdrehscheiben helfen, das Umsteigen vom einen Verkehrsmittel zum andern zu optimieren. Eine gewöhnliche Park-and-Ride-Anlage allein reicht aber nicht. Um das Umsteigen attraktiv zu gestalten, braucht es neben herkömmlichen Verkehrsmitteln wie Auto und ÖV auch Car- oder Bike-Sharing-Angebote sowie Infrastrukturen für den Fuss- und Veloverkehr. Ausserdem ist wichtig, dass Verkehrsdrehscheiben gut in ihr räumliches Umfeld eingebunden und städtebaulich attraktiv gestaltet sind. Vereinzelte Einkaufs- und Dienstleistungseinrichtungen am Umsteigepunkt können einen kleinen Mehrwert für den Reisenden darstellen. Allenfalls kann im Umfeld der Verkehrsdrehscheiben die Siedlungsentwicklung nach Innen vorangetrieben werden. So werden die Verkehrsdrehscheiben zu Arbeits- und Wohnstandorten in gut erschlossener Lage.

Die Digitalisierung ermöglicht, verschiedene Verkehrsmittel immer besser miteinander zu verknüpfen. Doch erst die Realisierung physischer Verkehrsdrehscheiben erlaubt, diese Potentiale auszuschöpfen. Für attraktive Verkehrsdrehscheiben braucht es eine bewusste und koordinierte Planung. Dafür ist die Abstimmung von Raum- und Verkehrsplanung, aber auch der verschiedenen Staatsebenen unabdingbar. Darum haben der Bund, die Kantone, Städte und Gemeinden gemeinsam das „Programm Verkehrsdrehscheiben“ lanciert mit dem Ziel, die Planung und Umsetzung von attraktiven Umsteigepunkten zugunsten der kombinierten Mobilität voranzubringen. Das Programm umfasst rund 20 Massnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden, die in den nächsten vier Jahren verwirklicht werden sollen. Neben der Schaffung der notwendigen strategischen und rechtlichen Voraussetzungen finanziert der Bund im Rahmen seiner Infrastrukturprogramme einzelne Projekte mit, begleitet die Städte und Kantone auf fachlicher Ebene und leitet Grundlagenstudien zum Thema. Die Städte und Kantone erarbeiten konkrete Konzepte für den kombinierten Verkehr und setzen diese schrittweise um. Dabei sollen im Rahmen des Programms Leuchtturmprojekte entstehen, die innovative Ansätze erproben, z.B. den Einsatz neuer Technologien.

In nächster Zeit wird das ARE eine Sammlung guter Beispiele für Verkehrsdrehscheiben aus dem In- und Ausland publizieren. Dieses Dokument gibt den Kantonen, Agglomerationen, Städten und Gemeinden eine erste Orientierung für gelungene Praxisbeispiele und zeigt Herausforderungen und Erfolgsfaktoren im Zusammenhang mit der Gestaltung von attraktiven Verkehrsdrehscheiben.

Verkehrsdrehscheiben sind auch Schwerpunkt-Thema der aktuellen Ausschreibung der „Koordinationsstelle für nachhaltige Mobilität“ (KOMO). KOMO fördert und unterstützt die Entwicklung und Erprobung neuer Ideen und Ansätze für zukunftsweisende Mobilitätsformen und -angebote.

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