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Leitfaden zur Einführung eines Mobilitätsmanagements in der Verwaltung

Erstellt am 18.12.2008
Aktualisiert am 04.05.2009

Profil & Eckdaten

zugeordnete Tags/Schlagwörter

  • Pendler
  • Gemeinden
  • Fuss
  • Velo
  • Einkauf
  • ÖV
  • Geschäft
  • Auto

Jährliche Betriebskosten

  • gering (bis Fr. 5'000.-)
  • mittel (bis Fr. 20'000.-)
0 5'000 20'000
  • gering (bis Fr. 5'000.-)
  • mittel (bis Fr. 20'000.-)

Investitionskosten

  • gering (bis Fr. 10'000.-)
  • mittel (bis Fr. 50'000.-)
0 10'000 50'000
  • gering (bis Fr. 10'000.-)
  • mittel (bis Fr. 50'000.-)

Raumtyp

  • Zentrum / Stadt
  • Agglomeration
  • Ländlich / Dorf

Gemeindegrösse

  • 5'000 - 10'000 Einwohner
  • 10'000 - 20'000 Einwohner
  • > 20'000 Einwohner

EnergieSchweiz für Gemeinden stellt ihren Energiestädten sowie weiteren, interessierten Gemeinden mit diesem etwas speziellen Praxisbeispiel einen Leitfaden zur Entwicklung und Implementierung eines "Mobilitätsmanagements für die eigene Verwaltung und Betriebe der Gemeinde" zur Verfügung.

Dieser Leitfaden baut auf den Erfahrungen des Programms „Mobilitätsmanagement in Unternehmen“ auf und richtet sich vor allem an Gemeinden ab 5'000 EW. Es profitieren aber auch kleinere Gemeinden, sie können aufgrund des Leitfadens ihre Situation prüfen und gezielt Einzelmassnahmen realisieren.

Der Leitfaden dient als Grundlage und Arbeitsdokument für Gemeinden, die im Rahmen der Kampagne von EnergieSchweiz für Gemeinden zur Förderung des Mobilitätsmanagements in der Verwaltung und in gemeindeeigenen Betrieben teilnehmen und ist darüber hinaus für alle Interessierten über Mobilservice frei zugänglich. Die Kampagne wird im Januar 2009 lanciert und dauert bis 2012.

Energiestädte setzen ein Zeichen und gehen mit gutem Beispiel voran!

Gemeinden haben in der eigenen Verwaltung eine hohe Handlungskompetenz. Ein Mobilitätsmanagement im eigenen Betrieb hat eine starke Vorbildwirkung und Gemeinden mit eigenen Erfahrungen sind wichtige Multiplikatoren für eine breite Umsetzung mit privaten Unternehmen und Organisationen.

EnergieSchweiz für Gemeinden möchte bis 2012 in den Verwaltungen von 50 Energiestädten ein Mobilitätsmanagement umgesetzt und Wirkungen ausgewiesen haben. Energiestädte und Mitgliedgemeinden des Trägervereins Energiestadt profitieren dabei von finanziellen und fachlichen Unterstützungen sowie von einer Prämie.

Für die vollständige Version des Leitfadens möchten wir Sie gern auf das pdf-Dokument dieses PRAXIS Beispiels zum Download verweisen.

Beschreibung

Hintergrund

Nutzen eines Mobilitätsmanagements

Die Einführung eines Mobilitätsmanagements in der eigenen Verwaltung weist nebst den positiven Wirkungen für die Umwelt weitere, direkt spürbare Vorteile auf:

  • reduzierte Mobilitätskosten und bessere Erreichbarkeit
  • motivierte, zufriedene und gesunde Mitarbeitende (weniger Krankheiten, weniger Unfälle)
  • Förderung einer Firmenkultur, die auf Zusammenarbeit beruht
  • effiziente Nutzung von Firmenfahrzeugen, Parkplätzen und Strassen
  • Vorbildwirkung für private Unternehmen
  • Präsentation als moderner Arbeitgeber, der Verantwortung wahrnimmt
  • Profitieren von erprobten Massnahmen

Die eigene Verwaltung und alle weiteren, gemeindeeigenen Betriebe liegen in der direkten Handlungskompetenz der Gemeinde. Deshalb soll die Einführung eines Mobilitätsmanagements auch für Altersheime, Spitäler, Schulen, etc. geprüft werden.

Beweggründe für ein Mobilitätsmanagement

  • Als Energiestadt oder verantwortungsbewusste Gemeinde einen Beitrag zur Erfüllung der Klimaziele leisten (Signal setzen und Vorbild sein für private Arbeitgeber)
  • Gelegenheit nutzen in Situationen des Wandels (z.B. Umzug, Neubau, Umstrukturierung, Leitbild)
  • Bei knappem Parkplatzangebot oder einer geplanten Umgestaltung des Umfeldes
  • Zur Unterstützung und Ergänzung von Aktivitäten im Umwelt- und Gesundheitsbereich
  • Im Rahmen der Fahrzeugbeschaffung
  • Als Chance für neue Kommunikationsstrategien

Angebot

Unterstützung für Energiestädte und interessierte Gemeinden

EnergieSchweiz für Gemeinden führt in sechs regionalen Schulungen in die Thematik ein. Eine erste Staffel erfolgt im ersten Halbjahr 2009 (aktuelle Daten auf www.energiestadt.ch und www.mobilservice.ch).
Gemeinden im Kanton Bern erhalten eine Inputberatung im Wert von CHF 500.- unter der Bedingung, dass sich die Gemeinde im selben Umfang an den Kosten beteiligt.
Im Kanton Aargau erhalten alle Gemeinden eine kostenlose Inputberatung im Wert von bis zu CHF 1'500.-.

Zusatzleistungen ausschliesslich für Energiestädte

Energiestädte können ihren Beratungsgutschein im Wert von CHF 1'000.- für eine erste Analyse und einen Vorschlag für das weitere Vorgehen einsetzen. Energiestädte im Kanton Bern profitieren von einem zusätzlichen Beratungsangebot im Wert bis zu CHF 1'000.-. Bedingung dabei ist eine Beteiligung der Gemeinde an den Kosten im selben Umfang.

Umsetzungsprämie von CHF 2'000.-

Energiestädte und Nicht-Energiestädte, die erfolgreich ein Mobilitätsmanagement umgesetzt haben, mindestens 50 Mitarbeitende zählen und die Wirkungen nachweisen, erhalten eine einmalige Prämie von CHF 2'000.-.

Punkte sammeln für das Label „Energiestadt“

Energiestädte werden aufgrund des europäischen Kataloges EEA (European Energy Award) zertifiziert. Der Katalog arbeitet mit sechs verschiedenen Handlungsfeldern, worin die Mobilität rund 20% der gesamten Punktzahl umfasst. Gemeinden mit einem eingeführten Mobilitätsmanagement, einem effizienten Fahrzeugeinsatz und ausgewiesenen Wirkungen, erhalten die volle Punktzahl unter 4.1.1 und 4.1.2. Werden durch ihre Aktivitäten Verbesserungen bei den Massnahmen 4.4.3; 4.5.1 und 4.5.2 zu Gunsten der Bevölkerung erzielt (z.B. Standort CarSharing eröffnet) können noch weitere Punkte generiert werden. Geht die Energiestadt noch einen Schritt weiter und lanciert sie zusammen mit der Wirtschaft das Mobilitätsmanagement in den lokal ansässigen Unternehmen, wird ihre Initiative unter 6.2 und 6.3 mit weiteren Punkten belohnt.

Partnerschaft

Der Leitfaden Mobilitätsmanagement in Verwaltungen ist ein eigenständig anwendbares Produkt von EnergieSchweiz für Gemeinden welches in enger Zusammenarbeit mit der Mobilitätsplattform aargaumobil des Kantons Aargau entwickelt wurde. Der Leitfaden wird in der Form eines Praxis-Beispiels über die nationale Internetplattform Mobilservice publiziert und verfügbar gemacht.

Erfahrungen

Gemeinden mit einem Mobilitätsmanagement leisten einen Beitrag an das CO2-Ziel. EnergieSchweiz für Gemeinden rechnet aufgrund von Resultaten aus einer Pilotphase mit einer Ø Veränderung des Modalsplits von 15% zugunsten des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs. Setzen 50 Verwaltun­gen (mit mindestens 50 Mitarbeitenden) ein Mobilitätsmanagement um, so kann mit einer Reduktionsfracht von 25'000 Tonnen CO2 pro Jahr gerechnet werden.

Wirkung

Umwelt und Energie

Untersuchungen aus der Pilotphase und Ergebnisse aus jüngeren Projekten weisen eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs von durchschnittlich 15% aus. Dieser Verlagerungseffekt zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs kann im optimalen Fall sogar bis 30% betragen (Beispiel Kantonsspital Baden im Kanton Aargau). EnergieSchweiz für Gemeinden rechnet bei einer Umsetzung eines Mobilitätsmanagements in 50 Verwaltungen (mit mindestens 50 Mitarbeitenden) mit einer Reduktionsfracht von 25'000 Tonnen CO2 pro Jahr. Total CO2-Emissionen in der Schweiz 2006 40 Mio Tonnen CO2, davon Anteil aus Treibstoffen 2006 16.7 Mio Tonnen CO2. Ziellücke im Bereich Treibstoffe bis 2010 2.4 Mio Tonnen – Tendenz steigend!   Hinweis: Mit dem von EnergieSchweiz für Gemeinden zur Verfügung gestellten Analyse- und Evaluationstool können die genauen Wirkungen ermittelt werden.

Gesellschaft

Gemeinden mit einem Mobilitätsmanagement in ihrer Verwaltung und in den übrigen, gemeindeeigenen Betrie-ben leisten als Vorbild einen wichtigen Beitrag. Angebote welche im Rahmen eines Mobilitätsmanagements offeriert werden, führen zu einer Hinterfragung des bisherigen Verhaltens und motivieren dazu, neue Wege auszuprobieren. Gelingt es der Gemeinde, durch gute Kommunikation und Kooperationsangebote beispielsweise auch private Unternehmen zu mo¬tivieren, kann eine nachhaltige Mobilitätskultur etabliert werden, die über die betriebliche Mobilität auch die Freizeitmobilität beeinflussen kann.

Wirtschaft

Veränderungen im Modal Split zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs sowie des Langsamverkehrs entlasten die Strassen Infrastrukturen und führen zu einer Steigerung der Attraktivität der Gemeinde als Wirtschaftsstandort. Der notwendige Liefer-, Ver- und Entsorgungsverkehr kann weniger beeinträchtigt zirkulieren und die Erreichbarkeit von Verwaltungen und Unternehmen wird erhöht. Verbesserungen der Infrastrukturen für den Langsamverkehr und des Angebotes im öffentlichen Verkehr bieten darüber hinaus Chancen, die Qualität des öffentlichen Raumes aufzuwerten (bessere Gestaltung, weniger Lärm, etc.). Damit erhöht sich auch die Attraktivität der Gemeinde als Wohnstandort.

Werkzeuge

Vorgehen

Für die Erarbeitung eines Mobilitätsplans gibt es kein Patentrezept. Die auszuwäh­lenden Massnahmen für ein Mobilitätsmanagement müssen sich nach der spezifischen Situation und den Zielen des Betriebes richten. Das konkrete Vorgehen kann einzelmassnahmen­orientiert und/oder umfassend erfolgen:

  • Einzelmassnahmenorientiert: Ein definiertes Ziel (z. B. Verringern der Parkplatznot) führt zur Auswahl spe­zifischer Massnahmen. Vorteile dieses Vorgehens sind der geringere Aufwand sowie kurzfristige, schrittweise Umsetzungsmöglichkeiten. Nachteile bestehen im eher unsystematischen Vorgehen und dem nicht vollständigen Ausschöpfen der möglichen Potenziale.
  • Umfassend: Eine umfassende Analyse mündet zusammen mit der darauf abgestimmten Zielsetzung in einem Mobilitätsplan mit sorgfältig aufeinander abgestimmten Massnahmen. Diesem Vorteil stehen ein höherer Auf­wand und längere Vorlaufszeiten gegenüber.

Für die vollständige Version des Leitfadens möchten wir Sie gern auf das pdf-Dokument dieses PRAXIS Beispiels zum Download verweisen.

Unterstützung für Energiestädte und interessierte Gemeinden

EnergieSchweiz für Gemeinden führt in sechs regionalen Schulungen in die Thematik ein. Eine erste Staffel erfolgt im ersten Halbjahr 2009 (aktuelle Daten auf www.energiestadt.ch und www.mobilservice.ch).
Gemeinden im Kanton Bern erhalten eine Inputberatung im Wert von CHF 500.- unter der Bedingung, dass sich die Gemeinde im selben Umfang an den Kosten beteiligt.
Im Kanton Aargau erhalten alle Gemeinden eine kostenlose Inputberatung im Wert von bis zu CHF 1'500.-.

Zusatzleistungen ausschliesslich für Energiestädte

Energiestädte können ihren Beratungsgutschein im Wert von CHF 1'000.- für eine erste Analyse und einen Vorschlag für das weitere Vorgehen einsetzen. Energiestädte im Kanton Bern profitieren von einem zusätzlichen Beratungsangebot im Wert bis zu CHF 1'000.-. Bedingung dabei ist eine Beteiligung der Gemeinde an den Kosten im selben Umfang.

Umsetzungsprämie von CHF 2'000.-

Energiestädte und Nicht-Energiestädte, die erfolgreich ein Mobilitätsmanagement umgesetzt haben, mindestens 50 Mitarbeitende zählen und die Wirkungen nachweisen, erhalten eine einmalige Prämie von CHF 2'000.-.

10 konkrete Handlungsfelder Die folgenden 10 Handlungsfelder sind ausgewählte Massnahmenbereiche des Mobilitäts­managements, die sich gut für Verwaltungen und Unternehmen eignen:

  • Business CarSharing
  • CarPooling
  • EcoDrive®
  • Fahrzeugbeschaffung
  • Firmenerreichbarkeit
  • Fuss- und Veloverkehr
  • Kommunikation
  • öffentlicher Verkehr
  • Parkraummanagement
  • Verkehrsmittelwahl

Einige Handlungsfelder bringen unmittelbare Kostenvorteile, bei anderen liegt der Nutzen eher in indirekten, langfristig wirkenden Effekten: z.B. im höheren Einsatz der Mitarbeitenden für das Unternehmen oder in steigenden Absatzchancen der Produkte und Dienstleistungen dank besserem Umweltimage. Nicht alle Handlungsfelder eignen sich für alle Unternehmen. Deshalb ist es wichtig, massgeschneiderte Lösungen zu erarbeiten. Dazu können die Massnahmen wirkungsorientiert gewichtet werden.

Für die vollständige Version des Leitfadens möchten wir Sie gern auf das pdf-Dokument dieses PRAXIS Beispiels zum Download verweisen (weiter unten unter DOKUMENTE).

Weitere Infos

Weiterführende Links:

  • www.energiestadt.ch Hinweise zum Mehrjahresprogramm „Mobilitätsmanagement in Unternehmen“, Analyse- und Evaluationstool, Expertenpool
  • www.aargaumobil.ch Allgemeine Informationen zu Verkehr und Umwelt im Kanton Aargau
  • www.mobilservice.ch Mobilservice - Plattform für eine zukunftsgerichtete Mobilität
  • www.mobilityrating.ch Standortbestimmung mit einem Mobilitätsrating für Betriebe
  • www.badenmobil.ch Programm badenmobil mit Informationen zu Mobilitätsmanagement in Unternehmen
  • www.mobilitymanagement.be Toolbox für Mobilitätsmanagement in Unternehmen, Schnelllösungen, Massnahmenliste, Entschei­dungshilfesystem, bekannte Beispiele
  • www.mobilitaetsmanagement.nrw.de Inhalte, Handlungsfelder, Vorgehen, organisatorische Umsetzung, Leitfäden, Beispiele, Erfolgsfaktoren, Aktionstag zum Mobilitätsmanagement
  • www.mobilitaetsmanagement.at Mobilitätsmanagement im Betrieb, Best-Practice-Beispiele als Ideen für eigene Aktivitäten
  • www.clever-pendeln.de Mobilitätsmanagement im Betrieb, Best-Practice-Beispiele als Ideen für eigene Aktivitäten
  • www.oebu.ch Vereinigung für ökologisch bewusste Unternehmensführung

Kontaktadressen und Bezugsquellen:

EnergieSchweiz für Gemeinden
Monika Tschannen
Tel. 033 334 00 25

www.energiestadt.ch

aargaumobil
Postfach 2135
CH-5001 Aarau
Tel. 062 508 20 24

www.aargaumobil.ch

Fragen Sie auch die Vertreter von Mobilservice PRAXIS Ihres Kantons um Rat.

Verantwortlich für die Ausarbeitung dieses Praxis-Beispiels:

EnergieSchweiz für Gemeinden
Monika Tschannen
Tel. 033 334 00 25

www.energiestadt.ch

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