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Branche
Verarbeitendes Gewerbe / Herstellung von Waren (Chemische Industrie)
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Tätigkeiten der Firma
Die Weleda AG entwickelt, produziert und vertreibt seit 90 Jahren Arzneimittel, Diätetika und Körperpflegemittel gemäss dem durch die Anthroposophie erweiterten Menschen- und Naturverständnis. Die Weleda AG ist eine weltweit tätige Unternehmensgruppe mit Corporate Headquarters in Basel (seit Herbst 2010).
Weltweit beschäftigt Weleda ca. 2'000 Mitarbeitende, wovon ca. 270 in der Schweiz (Corporate Headquarters: ca. 50; Produktionsstandort Arlesheim: rund 220).
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Betriebsgrösse
Grosse Unternehmen (250 und mehr Beschäftigte) 270 Mitarbeitende
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Gemeindetyp
Agglomerationsgemeinde
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Standort / Rahmenbedingungen
Der Schweizer Produktionsstandort der Weleda AG liegt seit 2006 (Neubau) im Industriegebiet der Gemeinde Arlesheim rund 10 km südlich der Stadt Basel. 35% der Mitarbeitenden von Weleda sind grenzüberschreitende Berufspendler aus dem benachbarten Elsass (F, 25%) und Baden-Württemberg (D, 10%).
| LV: |
Die Verkehrserschliessung für den Radverkehr ist sehr gut, mit einem neuen Radweg entlang des Flusses Birs. Die Erschliessung für Fussgänger ist jedoch nicht optimal (z.B. fehlende Fussgängerüberquerung über die Hauptstrasse zum Werksareal). |
| öV: |
Mit dem öffentlichen Verkehr ist die Weleda AG entweder mit dem Tram (Linie 10) im 10-Minutentakt oder per Bahn im 30-Minutentakt ab Bahnhof Basel erreichbar. Die Haltestellen befinden sich in Gehdistanz vom Betriebsstandort (12 Minuten). Das Industriegebiet ist seit 2010 auch durch eine Buslinie erschlossen, was insbesondere für Mitarbeitende aus Richtung Muttenz Vorteile bringt. |
| MIV: |
Direkter Autobahnanschluss (J18) in Richtung Basel, Deutschland, Frankreich. Alle Parkplätze waren bisher für Mitarbeitende gratis. |
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Sprachregion
Deutsch
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Anstoss
Aus eigenem Antrieb
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Ausgangslage / Motivation
Im Rahmen des nach ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystems wird der Pendler- und Geschäftsverkehr der Weleda AG seit 2005 bei der Energieanalyse einbezogen.
Bezüglich Pendlerverkehr ist einerseits die schlechte öV-Anbindung des Elsasses für die Grenzgänger ein grosses Problem (Arbeitsweg 90 Minuten mit öV verglichen mit 30 Minuten mit PW). Andererseits ändert sich die Parkplatzsituation ab Januar 2011, hauptsächlich aufgrund von externen Einflüssen: In der neuen Tiefgarage des benachbarten Gemeindewerkhofs wurden 50 Parkplätze durch die Weleda AG gekauft – diese stehen ab Januar 2011 zur Verfügung. Gleichzeitig wird die Gemeinde Arlesheim beginnen, das ganze Quartier rigoros zu bewirtschaften. Auch Weleda wird für die Garagenplätze sowie die rund 40 Parkplätze auf dem Betriebgelände eine kostendeckende Benutzungsgebühr einführen. Vorgesehen ist zudem die Speisung eines Solidaritätsfonds, aus welchem Aktionen wie „bike to work das ganze Jahr“ oder grenzüberschreitende Jobtickets, Beiträge an private Generalabonnemente u.a. finanziert werden sollen.
Bezüglich Geschäftsverkehr hat sich der Verkehrsfluss zwischen den drei Standorten Arlesheim (CH), Huningue (F, Elsass) und Schwäbisch Gmünd (D, B-W) durch Massnahmen zur Optimierung von Maschinenauslastung und der Ressourcen erhöht; er macht ca. einen Drittel des gesamten Energiebedarfs des Betriebs aus.Für die tägliche Anbindung der Basler Corporate Headquarters an den Arlesheimer Betrieb ist die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges geplant.
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Ausmass
Betriebsintern Betriebsübergreifend
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Mobilitätsmanagementsystem
- Seit 2004 hat die Weleda einzelne Massnahmen zur Optimierung des Mobilitätsverhaltens (==> aktionsorientiertes Vorgehen) eingeführt. Diese Massnahmen sind Bestandteil des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001.
- Seit Anfang 2010 besteht ein übergreifendes Corporate Sustainability Management, welches die drei Weleda Kernbetriebe in Deutschland, Frankreich und der Schweiz umfasst. Ein Ziel ist dabei die Klimaneutralität des Gesamtunternehmens; wie in allen anderen Bereichen werden auch für die Mobilität betriebsübergreifende Massnahmen geplant und eingeführt (z.B. Emissionslimiten für Betriebsfahrzeuge).
- Betreuung, Weiterentwicklung und Evaluation der Massnahmen am Standort Arlesheim erfolgt durch den Umweltbeauftragten von Weleda.
- Die Mitarbeitenden werden laufend anhand verschiedener Medien (Schwarzes Brett, regelmässige MA-Orientierungen, interne Mobilitäts-Audits etc.) informiert und für eine Änderung ihres Mobilitätsverhaltens sensibilisiert.
- Für die einzelnen Massnahmen wurden keine quantitativen Zielvorgaben definiert. Sie werden aber laufend auf ihre Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit geprüft.
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Managementsystem
Einzelmassnahmen, keine Einbettung ins Managementsystem (MS) Integration in bestehendes Umweltmanagementsystem (UMS)
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Verkehrsarten
Pendlerverkehr Dienst- und Geschäftsverkehr
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Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen) |
Stand: 2010 |
Massnahmen-bereiche |
Massnahmenart |
bauliche Massnahmen |
organisatorische Massnahmen / Anreize |
Information und Bewusstseinsbildung |
| Förderung öV-Nutzung |
Intervention beim Kanton für bauliche Verbesserung der öV-Infrastruktur
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Firmenbeitrag an Mitarbeitende für U-Abo TNW (Jobticket); Firmenauto beim badischen Bahnhof
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| Förderung Velo-Nutzung |
Bau überdachter Veloabstellplätze
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2 Betriebsvelos und 1 Elektrovelo stehen den MA zur Verfügung;
Subvention privater E-Bikes (10%) durch Firma
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Teilnahme an "bike to work"; Interne Preisverteilung
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| Parkplatz-bewirtschaftung |
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Ab 2011 Bewirtschaftung mit Gebühren (Erarbeitung eines "gerechten" Schlüssels)
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| Förderung von Fahr-gemeinschaften (CarPooling) |
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Organisation von Fahrgemeinschaften auf Eigeninitiative der Mitarbeitenden
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| Arbeits-organisation |
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Förderung von Video-konferenzen; Corporate Headquarter in Basel als wichtiger Beitrag zur Reduktion von Geschäftsreisen
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| CarSharing |
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Teilnahme an Emobility der Stadt Basel vorgesehen
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| Flotten-bewirtschaftung |
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Emissionslimiten für alle Fahrzeuge der Weleda Gruppe; Flotte CH gemäss Auto-Umweltliste VCS
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| Sonstiges |
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Durchführung von Mobilitäts-Audits
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Verkehrliche Wirkung
Keine Angaben
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Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen 1/4 der Belegschaft verfügt in der Zwischenzeit über ein vergünstigtes U-Abo des TNW. Zunehmende Anzahl an Fahrgemeinschaften zwischen Mitarbeitenden aus dem Elsass. Die Dienstreisen zwischen den drei Standorten Arlesheim (CH), Huningue (F, Elsass) und Schwäbisch Gmünd (D, Baden-Württemberg) werden ausschliesslich mit der Bahn zurückgelegt.
Umweltwirkungen Keine Angaben
Finanzielle Wirkungen Keine Angaben
Soziale Wirkungen Bewusstsein bei den Mitarbeitenden ist vorhanden, aber immer noch schwach. Die verschiedenen Massnahmen werden positiv aufgenommen.
Projekteffizienz Keine Angaben
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Umweltwirkung
Keine Angaben
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Finanzielle Wirkung
Keine Angaben
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Projekteffizienz
Keine Angaben
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Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
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Erfolgsfaktoren
- Miteinbezug der Arbeitswege ins Umweltmanagementsystem (ISO 14001)
- Massnahmen-Mix als Ganzes
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Hemmnisfaktoren
- Schlechte öV-Verbindungen aus dem Elsass nach Arlesheim sind ein grosse Hindernis zur Verbesserung des Modalsplits
- Unklarheit über die effektiven CO2-Emissionen
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