|
Branche
Erziehung und Unterricht (Volksschule)
|
Tätigkeiten der Firma
Die Volksschule Baden umfasst alle schulischen Angebote vom Kindergarten bis zum 9. Schuljahr. Organisatorisch ist sie in drei Stufen gegliedert: 1. Kindergarten und Primarschule, 2. Oberstufe und Sonderformen sowie 3. Bezirksschule. In der Volksschule Baden werden rund 2100 Schüler unterrichtet.
Die Volksschule Baden beschäftigt rund 300 Lehrpersonen.
|
|
Betriebsgrösse
Grosse Unternehmen (250 und mehr Beschäftigte) 300 Mitarbeitende
|
|
Gemeindetyp
Zentrum
|
Standort / Rahmenbedingungen
4 der 8 Schulhäuser der Volksschule Baden haben einen relativ zentralen Standort. Die restlichen vier Schulhäuser liegen in peripheren Ortsteilen.
| LV: |
Die Verkehrserschliessung für den Fuss- und Radverkehr ist bei den vier zentrumsnahen Schulhäusern gut. Die peripheren vier Schulhäuser haben eine mässige Erschliessung, welche teilweise stark verbesserungswürdig ist. |
| öV: |
Die Erschliessungsqualität mit dem öV ist bei 7 der 8 Schulhäuser gut bis sehr gut (Anbindung an mehrere Buslinien, 8-10’ Takt, 50-600m Fussdistanz von der Haltestelle zum Schulhaus). Nur ein Schulhaus (Rütihof) ist eher mässig an den öV angebunden (1 Linie, 15’ Takt, Distanz zum Bahnhof Baden 6 km). |
| MIV: |
Beschränktes Parkplatzangebot bei sämtlichen Schulhäusern ausser Rütihof. Das Parkieren bei der Bezirksschule und den Primarschulhäusern in den Quartieren ist teilweise gratis. |
|
|
Sprachregion
Deutsch
|
|
Anstoss
Von aussen auferlegt
|
Ausgangslage / Motivation
Auslöser zur Erarbeitung eines Mobilitätskonzepts bildete der Stadtratsbeschluss vom 18.11.2002, wonach auch Arbeitnehmer der öffentlichen Hand keinen Anspruch auf Gratisparkplätze haben. Die Leitung der Volksschule Baden wurde deshalb beauftragt einen Bericht und Antrag bezüglich Parkplatzmanagements der Schule auszuarbeiten.
Mit dem Mobilitätsprojekt sollen folgende Zielsetzungen erreicht werden:
- Erarbeitung eines umsetzungsfähigen und einheitlichen Parkplatzmanagements für die Volksschule Baden.
- Entwicklung eines Mobilitätsmodells unter Einbezug der komplexen Bedürfnisse der Lehrpersonen und geeigneten organisatorischen Massnahmen zur Etablierung des Mobilitätsmanagements in der Volksschule Baden.
- Das "Mobilitätskonzept Volksschule Baden" soll als Vorlage für die Einführung eines Mobilitätskonzepts für die gesamte Verwaltung der Stadt Baden dienen.
|
|
Ausmass
Betriebsintern
|
Mobilitätsmanagementsystem
- Zusammen mit Vertretern der Volksschule Baden, der Stadt Baden, des Kantons Aargau und externen Fachberatern hat die Volksschule Baden ein eigenständiges Mobilitätsmanagementsystem aufgebaut. Die Inbetriebnahme des Mobilitätskonzepts erfolgte auf Beginn des Schuljahrs 2006/2007.
- Vorgehen: (1) Analyse Rahmenbedingungen (2) Bedürfnisabklärung (MA-Umfrage) (3) Erstellung Mobilitätskonzept (4) Umsetzung.
- Für die Betreuung und Weiterentwicklung des Mobilitätsmodells sind die Geschäftsleitung der Volksschule Baden und eine breit abgestützte Arbeitsgruppe zuständig.
- Die Lehrerpersonen wurden durch die SchulleiterInnen über das Mobilitätskonzept und seine Auswirkungen informiert. Informationen zum Mobilitätsmanagement stehen in jedem Schulhaus den Lehrpersonen gut zugänglich zur Verfügung.
- Zusammenarbeit mit der Gemeinde Baden und dem Kanton Aargau im Rahmen des Programms "badenmobil".
- Zielsetzungen: (1) Das Umsteigen der Lehrpersonen fördern (2) Einen Modalsplit zu Gunsten des öV/LV von 70% (bisher 62%) (3) Das Konzept soll kostenneutral ausgestaltet sein (Einnahmen decken Ausgaben).
|
|
Managementsystem
Eigenständiges Mobilitätsmanagementsystem (MMS)
|
|
Verkehrsarten
Pendlerverkehr
|
Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen) |
Stand: 2008 |
Massnahmen-bereiche |
Massnahmenart |
bauliche Massnahmen |
organisatorische Massnahmen / Anreize |
Information und Bewusstseinsbildung |
| Förderung öV-Nutzung |
|
Gewährung eines Ökobonusses an Mitarbeitende ohne PP-Beanspruchung (in Form von Reka Rail-Checks)
|
|
| Förderung Velo-Nutzung |
Bereitstellung gedeckter und abschliessbarer Veloabstellplätze
|
Gewährung eines Ökobonusses an Mitarbeitende ohne PP-Beanspruchung (in Form von Reka Rail-Checks)
|
|
| Parkplatz-bewirtschaftung |
Einrichtung von einer zentralen Parkuhr; Markierung und Beschilderung von Parkplätzen
|
Erhebung von PP-Gebühren (Einheitstarife für alle Mitarbeitende); Kontrolle der PP-Berechtigungen durch externe Überwachungsfirma
|
|
| Sonstiges |
|
Lehrpersonen entscheiden pro Semester via Formular "Selbstdeklaration" für Ökobonus oder PP-Nutzung
|
Umfassende Infos zum Mobilitätsmanagement stehen in allen Schulhäusern gut zugänglich zur Verfügung
|
|
|
Verkehrliche Wirkung
Reduktion MIV Pendlerverkehr um 8%
|
Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen 70% der Lehrpersonen kommen nach Einführung des Konzeptes mit dem öV oder LV (vorher 62%). Ca. 10% der Lehrpersonen sind auf Gratis-Parkplätze in der Peripherie ausgewichen.
Die Parkplatzsituation hat sich bei den zentralen Schulhäusern dank Markierung und Tafeln verbessert. Das Problem des Fremdparkierens auf den Schularealen (meistens durch AnwohnerInnen) hat deutlich abgenommen.
Umweltwirkungen Die Einführung des Mobilitätsmodels führte zur Entlastung des örtlichen Strassennetzes und zu einer Verbesserung der Umweltleistung.
Finanzielle Wirkungen - Investitionen (neue Veloabstellplätze, Parkuhren): einmalig CHF 52'100.-
- Einnahmen Parkkarten, Bussen: 2006/07 CHF 36’400.-
- Ausgaben Ökobonus, Überwachungsfirma: 2006/07 CHF 43'400.-
Soziale Wirkungen Die Akzeptanz bei den Lehrpersonen ist gut. Jedoch wurde bei peripheren Schulhäusern nicht verstanden, wieso für einen Parkplatz bezahlt werden muss, wenn viele Gratis-Parkplätze in der Nähe zur Verfügung stehen.
Projekteffizienz Keine Angaben
|
|
Umweltwirkung
Keine Angaben
|
|
Finanzielle Wirkung
Kosten:
2006/07: 7'000 CHF/a
geplant: kostenneutral
|
|
Projekteffizienz
Keine Angaben
|
|
Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
|
Erfolgsfaktoren
- Hohe politische Akzeptanz
- Hoher Problemdruck in Bezug auf PP-Angebot bei den zentralen Schulhäusern
- Massnahmen-Mix als Ganzes
|
Hemmnisfaktoren
- Gratis-Parkplätze bei den Schulhäusern in peripherer Lage
- Lehrpersonen müssen teilweise viel Schulmaterial transportieren
- Lehrpersonen welche in verschiedenen Schulhäusern unterrichten
|
|
| Zurück zum Suchergebnis |