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Branche
Erziehung und Unterricht (Universität)
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Tätigkeiten der Firma
Die Universität St. Gallen bietet neben dem universitären Betrieb eine breite Palette von Weiterbildungen (Nachdiplom-Ausbildungen, Seminare, Kurse, Inhouse-Seminare) am Weiterbildungszentrum WBZ-HSG an. Die Universität wird von rund 5’000 (täglich anwesend ca. 3'500) Studierenden besucht. Das WBZ-HSG wird von rund 150 Kursbesuchern pro Tag frequentiert.
An der Universität St. Gallen (inkl. der Institute) arbeiten rund 1'400 Personen Voll- oder Teilzeit (insgesamt kann von ca. 730 Vollstellen ausgegangen werden).
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Betriebsgrösse
Grosse Unternehmen (250 und mehr Beschäftigte) 1400 Mitarbeitende
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Gemeindetyp
Zentrum
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Standort / Rahmenbedingungen
Die Universität St. Gallen (HSG) und das Weiterbildungszentrum (WBZ-HSG) liegen oberhalb dem Stadtzentrum, am nördlichen Siedlungsrand der Stadt St. Gallen. Sie sind von Wohngebieten umgeben und grenzen an ein Naherholungsgebiet der Stadt.
| LV: |
Die erhöhte Lage der Uni erschwert die Zugänglichkeit für den Radverkehr (80 Höhenmeter). Es bestehen keine speziellen Velomassnahmen (z.B. Radstreifen). Der Rosenberg ist mit einem dichten Netz an Treppenanlagen in der Falllinie erschlossen. Das Quartierstrassennetz sorgt für Horizontalverbindungen. |
| öV: |
Die Universität ist an zwei Buslinien im 10’ bzw. 30’ Minuten-Takt angebunden (Fahrzeit Bahnhof-Uni 5’). Die Busanschlüsse für Umsteigebeziehungen beim Bahnhof St. Gallen sind unglücklich. |
| MIV: |
Der Universitätscampus verfügt über ein begrenztes Parkplatzangebot, welches nicht bewirtschaftet wird. Starker Parkplatzsuchverkehr im angrenzenden Wohnquartier. |
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Sprachregion
Deutsch
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Anstoss
Von aussen auferlegt
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Ausgangslage / Motivation
Aufgrund des umfassenden Umbaus und Neuorganisation der Universität St. Gallen (Auslagerung des Sportbetriebes, Konzentration von externen Instituten in Neubau und Ausbau des Weiterbildungszentrum Holzweid) bestand aus drei Gründen Handlungsbedarf zur Einführung eines Mobilitätsmanagement für den Universitätscampus:
- Erhöhung der Akzeptanz der Anwohner im Einspracheverfahren Bauvorhaben (Verkehrsbelastung/Belegung von Quartierparkplätzen)
- Erhöhung der politischen Akzeptanz (Bewilligung Baukredite) in der Bevölkerung
- Optimierung des Parkraums aus wirtschaftlichen Überlegungen
Die Universität hat zusammen mit dem kantonalen Baudepartement ein Mobilitätsmanagement ausgearbeitet, welches eine wohnquartierverträgliche und umweltschonende Mobilität anstrebt. Im Juni 2005 stimmte die St. Galler Bevölkerung der Bauvorlage zu. Im Rahmen des Einspracheverfahrens spielte das Mobilitätskonzept eine entscheidende Rolle.
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Ausmass
Betriebsintern
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Mobilitätsmanagementsystem
- Im 2004 hat die Universität im Rahmen des geplanten Umbaus ein eigenständiges Mobilitätsmanagementsystem aufgebaut. Im 2005 wurden erste Sofortmassnahmen umgesetzt.
- Vorgehen: (1) Analyse Ausgangslage (2) Erarbeitung von Pull- und Push-Massnahmen (3) Umsetzung (4) Aufbau Controllingsystem mit Leistungsindikatoren.
- Für die Betreuung, Weiterentwicklung und das Controlling des Mobilitätsmanagement sind eine verantwortliche Person (Leiter Dienste Universität St. Gallen) und eine breit abgestützte Begleitgruppe (Uni, WBZ, Kanton) zuständig.
- Die Information und Kommunikation wird über unterschiedlicher Medien (Internet, Infoblätter + -veranstaltungen, Quartierzeitung Aktionen, Anlaufstelle) abgewickelt.
- Zusammenarbeit mit dem Baudepartement des Kantons St. Gallen im Rahmen der Bauvorlage.
- Zielsetzungen: (1) Erhalt MIV-Anteil von 15 % (2) Erreichbarkeit der Universität gewährleisten (3) Optimierung der Parkierung auf dem Campus und im Quartier (Sicherung genügendes Parkplatzangebot Uni und WBZ ohne Ausbau und ohne Verdrängung auf Quartierparkplätze auch für Grossveranstaltungen) (4) Verlagerung des Verkehrs auf umweltfreundliche Verkehrsmittel.
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Managementsystem
Eigenständiges Mobilitätsmanagementsystem (MMS)
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Verkehrsarten
Pendlerverkehr Kunden- und Besucherverkehr
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Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen) |
Stand: 2009 |
Massnahmen-bereiche |
Massnahmenart |
bauliche Massnahmen |
organisatorische Massnahmen / Anreize |
Information und Bewusstseinsbildung |
| Förderung öV-Nutzung |
Fahrgastinforma-tionssystem bei Bushaltestellen und im Eingangsbereich der Uni; Infopoint für öV (Verkauf von öV-Abos und -Tickets)
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Beitrag für öV-Abos an Mitarbeitende + Studenten; Abgabe öV-Tickets/ Kombi-Angebote für Kursbesucher bei Anmeldung
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Kostenlose Abgabe von Monatskarten an Studienanfänger als Kick-Off-Massnahme
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| Förderung Velo-Nutzung |
Verbesserung der Fuss- und Velowege; Bereitstellung gedeckter + abschliessbarer Veloabstellplätze; Steckdosen für Elektrovelos
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Gratisabgabe von Velovignetten; Durchführung von Veloverkaufsaktionen; Einführung Veloreparaturtag
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Teilnahme an "bike to work"
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| Parkplatz-bewirtschaftung |
Erweiterung der blauen Zone bei der Uni mit Anwohnerprivi-legierung; Begrenzung des Parkraumangebotes auf dem Unicampus
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PP-Gebührenmodel in Abhängigkeit von der Fahrtenzahl; Erhöhung Parkgebühren bei Überschreitung einer maximalen Fahrtenzahl
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Offene Deklaration und in Rechnungsstellung der Parkkosten für Mitarbeiter
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| Förderung von Fahr-gemeinschaften (CarPooling) |
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Datenbank der Arbeits-/ Schulwege + Zusammenführung Mitarbeitende-Studenten
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| CarSharing |
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Teilnahme am Business CarSharing von Mobility; Bereitstellung Auto für Kursbesucher zum Selbstkostenpreis
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| Sonstiges |
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Einrichtung Mobilitätsberatung für Mitarbeitende + Studenten; Schaffung Stabstelle Mobilitätsbeauf-tragte/n; Mobilitätsfonds für Pull-Massnahmen
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Infoveranstaltungen für Quartierverein und Mitarbeitende; Wahl eines Mitarbeitervertreters für Umsetzung
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Verkehrliche Wirkung
Keine Angaben
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Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen Plafonierung der Verkehrsbelastung auf dem bestehenden Niveau und Kanalisierung des Verkehrs auf die bevorzugten Routen.
Umweltwirkungen Plafonierung/Reduktion der Wirkung hinsichtlich Lärm/Luft durch Plafonierung MIV-Anteil und Verkehrsberuhigungen.
Finanzielle Wirkungen Das jährliche Budget für das Mobilitätsmanagement (Investitionen + Unterhalt) beträgt ca. CHF 100'000.-. Es ist geplant mit den Erträgen aus der Parkplatzbewirtschaftung einen Mobilitätsfonds zur Finanzierung von Pull-Massnahmen einzurichten.
Soziale Wirkungen Keine Angaben
Projekteffizienz Keine Angaben
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Umweltwirkung
Keine Angaben
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Finanzielle Wirkung
geplant: kostenneutral
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Projekteffizienz
Keine Angaben
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Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
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Erfolgsfaktoren
- Hoher Problemdruck
- Im Rahmen eines Bauprojektes vieles über Baukredit umsetzen zu können
- Einrichtung Stabstelle Mobilitätsbeauftragter mit eigenem Budget
- Miteinbezug des Quartiers und der Mitarbeitenden in den Prozess
- Kostengerechtigkeit durch verursachergerechtere Parkgebühren
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