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Sihlcity, Zürich (Zürich)

Dem Einkaufs- und Vergnügungszentrum Sihlcity wurden auf der Grundlage des kantonalen Bau- und Planungsgesetzes strenge Auflagen bezüglich der Anzahl Parkplätze und den Anzahl Fahrten gemacht. Mit der Angebotserweiterung der bestehenden Bus- und Tramlinien, der Einführung eines Fahrtenmodells und der Einrichtung eines Hauslieferdienstes konnten die Auflagen weitgehend erfüllt werden.
Branche
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen
(Einkaufs- und Vergnügungszentrum)
Tätigkeiten der Firma
Sihlcity ist ein, auf dem ehemaligen Areal der Papierfabrik Sihl-Papier, neu entstandenes Einkaufs- und Freizeitzentrum (eröffnet am 22. März 2007). Auf einer Gesamtfläche von 100'000 m2 befinden sich verschiedene Geschäfte, Büros, Restaurants, Kinos, ein Hotel, ein Kulturhaus, ein Fittness- und Wellnesscenter, eine Bibliothek und eine Kirche. Im Durchschnitt halten sich täglich 20'000 Besucher auf dem Areal auf.

In Sihlcity sind rund 2'400 Personen beschäftigt.
Betriebsgrösse
Grosse Unternehmen
(250 und mehr Beschäftigte)
2400 Mitarbeitende
Gemeindetyp
Zentrum
Standort / Rahmenbedingungen
Das Einkaufs- und Vergnügungszentrum Sihlcity liegt im Süden der Stadt Zürich im Quartier Zürich-Wiedikon.
LV: Sehr gute Anbindung ans lokale und regionale Fuss- und Velowegnetz. An vier verschiedenen Standorten stehen total 600 Veloparkplätze zur Verfügung.
öV: Sehr gute lokale (2 Tram- und 5 Buslinie (inkl. Postauto) im 5’-10’ Takt sowie Nachtbus) und regionale (S-Bahn im 10’-20’ Takt) Erschliessung mit dem öV. Alle Haltestellen befinden sich unmittelbar bei den Eingängen zu Sihlcity. Die Fahrtzeiten zum Hauptbahnhof Zürich beträgt mit der S-Bahn 5’ mit Tram/Bus ca. 12.’
MIV: Sihlcity liegt direkt am Autobahnanschluss Zürich-Brunau (Richtung Chur). Seit 2009 Zufahrt zur Westumfahrung A4 durch den Uetlibergtunnel (Richtung Bern, Luzern). Den Besuchern, Kunden und Mitarbeitenden stehen 850 gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung.
Sprachregion
Deutsch
Anstoss
Von aussen auferlegt
Ausgangslage / Motivation
Auf der Grundlage des kantonalen Bau- und Planungsgesetzes und des kantonalen Richtplans wurden von der Stadt Zürich sowie von Umweltverbänden strenge Auflagen bezüglich der Anzahl Parkplätze und der Anzahl Fahrten ins Parkhaus für das Sihlcity gemacht.
Ausmass
Betriebsintern
Betriebsübergreifend
Mobilitätsmanagementsystem
  • Die Miteigentümerschaft Sihlcity hat zusammen mit verschiedenen Partnern (ZVV, VBZ, VCS, Züriwerk etc.) einzelne Massnahmen im Rahmen eines betrieblichen Mobilitätsmanagements erarbeitet und mit der Eröffnung im März 2007 eingeführt.
  • Für die Betreuung, Umsetzung, Weiterentwicklung und Evaluation der einzelnen Massnahmen sind die verschiedenen Partner zusammen mit der Miteigentümerschaft Sihlcity zuständig.
  • Die Verbreitung der Informationen zu den einzelnen Massnahmen erfolgte laufend im Vorfeld der Eröffnung über verschiedene Kommunikationskanäle (z.B. Broschüre "City Guide", Tagespresse, www.sihlcity.ch, Werbekampagnen etc.)
  • Enge Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich und den verschiedenen Partnern.
  • Gemäss dem vereinbarten Fahrtenmodell sind pro Tag 8'800 Fahrten zum Parkhaus des Sihlcity zugelassen, was ein Modalsplit von MIV = 40 %, öV/LV = 60% ergibt.
Managementsystem
Einzelmassnahmen, keine Einbettung ins Managementsystem (MS)
Integration in bestehendes Umweltmanagementsystem (UMS)
Verkehrsarten
Pendlerverkehr
Kunden- und Besucherverkehr
Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen)
Stand: 2010
Massnahmen-bereiche
Massnahmenart
bauliche Massnahmen
organisatorische Massnahmen / Anreize
Information und Bewusstseinsbildung
Förderung öV-Nutzung Verlängerung der Tramlinie 5 bis Laubegg; Ausbau Tramhaltestelle Utobrücke; Neugestaltung S-Bahn-Haltestelle Saalsporthalle; Neubau Bushaltestelle Sihlcity; Einrichtung von elektronischen Fahrplananzeigen Echtzeit-Anzeige (inkl. Verspätungen etc.) Angebotserweiterung der bestehenden Bus- und Tramlinien; Verschiebung Fahrplan Tram 5 + Bus 89 von den frühen Morgenstunden auf den Abend; Umbezeichnung der VBZ-Haltestelle „Utobrücke“ zu „Utobrücke – Sihlcity“ + der SZU-Haltestelle von „Saalsporthalle“ zu „Saalsporthalle – Sihlcity“; seit 2009: Schnellbus 444 und 445 sowie Postbus Linie 200 Eröffnung: Durchführung einer Werbekampagne für Anreise mit öV zusammen mit der VBZ; Informationen zur Anreise mit öV auf Website; Verbesserung der Beschriftung in den Trams; Ergänzung der Durchsagen durch die Tramchauffeure und Lokführer mit „Sihlcity“
Förderung Velo-Nutzung Einrichtung von insgesamt 600 Veloparkplätzen an vier Standorten Informationen zur Anreise mit Velo auf Website
Parkplatz-bewirtschaftung Bau beschränkter Anzahl Parkplätze; Einrichtung von Schranken zur Zählung der ein- + ausgehenden Fahrten Einführung Fahrtenmodell (max 8'800 Fahrten/Tag); Erhebung von PP-Gebühren nach Tarifsystem; keine reservierten PP für Angestellte Informationen zur Anreise mit Auto und PP-Gebühren auf Website
Sonstiges Bau eines Schalters für die Warenübergabe von Kunden an den Lieferdienst Einrichtung Lieferdienst (CHF 8.- pro Lieferung innerhalb Stadtgebiet) Informationen zum Lieferdienst auf Website
Verkehrliche Wirkung
Keine Angaben
Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen
Im Oktober 2010 kann folgende Bilanz gezogen werden:
  • 70% der Besucher reisten mit dem öV/LV an (Zielvorgabe 60%)
  • 1/2 – (2/3) der 850 Parkplätze waren durchschnittlich ausgelastet
  • durchschnittlich generierte Sihlcity rund 5000 Auto-Fahrten pro Tag (bei max. 8'800 möglichen Fahrten/Tag gemäss Fahrtenmodell)
  • Lieferdienst: 1'100 Lieferungen pro Monat
Umweltwirkungen
Keine Angaben
Finanzielle Wirkungen
  • Finanzierung Ausbau der Tramhaltestelle Utobrücke
  • Finanzierung Neubau der Bushaltestelle Sihlcity.
  • Während 2 Jahren (bis 2008) Übernahme der Betriebskosten der Tramlinie 5 zwischen Bahnhof Enge und Laubegg.
  • Finanzielle Unterstützung des Lieferdienstes
Soziale Wirkungen
Keine Angaben
Projekteffizienz
Keine Angaben
Umweltwirkung
Keine Angaben
Finanzielle Wirkung
Keine Angaben
Projekteffizienz
Keine Angaben
Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
Erfolgsfaktoren
  • Sehr gute Erschliessung mit öV und LV
  • Einführung eines Fahrtenmodells
  • Enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Partner (Stadt, VBZ, ZVV, Züriwerk, VCS)
Hemmnisfaktoren
  • Nähe zur Autobahn
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