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Schwellenmätteli Restaurants, Bern (Bern)

Engpässe beim Parkplatzangebot sowie die unbefriedigenden Verkehrsflüsse auf der Zufahrtsstrasse führten bei den Schwellenmätteli Restaurants zu Unzufriedenheit bei Personal und Besuchern. Mit Einzelmassnahmen wie einer Parkplatzbewirtschaftung, Förderung der kombinierten Mobilität und von Fahrgemeinschaften konnten die Probleme entschärft sowie eine Reduktion der Autonutzung erreicht werden.
Branche
Gastgewerbe / Beherbergung und Gastronomie
(Restaurant)
Tätigkeiten der Firma
Die Schwellenmätteli Restaurants bestehen aus dem modernen Licht durchfluteten Bistro „Terrasse“ mit Spezialitäten aus dem Mittelmeerraum mit 90 Sitzplätzen und weiteren 160 Plätzen auf der schwebenden Terrasse direkt über der Aare, dem italienischen Restaurant „casa“ im alten Riegelhaus mit 80 Sitzplätzen und der „kulturlounge“ mit 120 Plätzen für wechselnde Anlässe und Veranstaltungen. Im Sommer verweilen bis zu 1000 Personen gleichzeitig auf dem Areal.

Die Schwellenmätteli Restaurants beschäftigen während der Sommersaison 90 Personen. In der Wintersaison sind es 30 Mitarbeitende.
Betriebsgrösse
Mittlere Unternehmen
(50-249 Beschäftigte)
90 Mitarbeitende
Gemeindetyp
Zentrum
Standort / Rahmenbedingungen
Die Schwellenmätteli Restaurants sind mitten im Zentrum von Bern am beliebten Spazierweg entlang der Aare gelegen.
LV: Der Zugang für den Langsamverkehr erfolgt über die öffentliche Strasse. Es besteht ausreichend Raum für das Abstellen von Fahrrädern usw.
öV: Die Restaurants sind von zwei Tramstationen innerhalb von rund 10 Minuten zu Fuss über einen steilen, nachts wenig beleuchteten Fussweg durch den teilweise bewaldeten Aarehang erreichbar. Zwischen den Tramstationen und den Restaurants sind 20 Höhenmeter zu überwinden. Zwei Tramlinien und eine Buslinie verkehren innerhalb weniger Minuten bis um Mitternacht. Zwischen 20:00 und Mitternacht sind die Restaurants mit einer zusätzlichen Buslinie, in 5 Minuten bequem zu Fuss erreichbar.
MIV: Für Mitarbeiter und Gäste stehen insgesamt 21 reservierte und rund 20 öffentliche Parkplätze in der blauen Zone zur Verfügung.
Sprachregion
Deutsch
Anstoss
Von aussen auferlegt
Ausgangslage / Motivation
Das Schwellenmätteli ist für Spaziergänger aus Bern und der Region sowie für Touristen ein beliebtes Ausflugsziel. Insbesondere an schönen Tagen ist die Parkplatzsituation prekär. Das Kreuzen von Fahrzeugen auf der engen, 250 m langen, Zufahrtsstrasse ohne Trottoir ist schwierig. Die Zufahrt wird oft durch die zahlreichen Spaziergänger erschwert. Bei grossen Veranstaltungen muss der Individualverkehr durch Verkehrsorgane geregelt werden.

Die Restaurants sind bis Mitternacht geöffnet. Um den Mitarbeitenden nach Mitternacht einen sicheren Weg nach Hause gewähren zu können (Art. 46 ArGV 1), stand ihnen bis Ende März 2006 der Einwasserungsplatz für das Abstellen von Fahrzeugen zur Verfügung. Die Nutzung dieses Platzes als Parkplatz wurde nun von der Stadt Bern durch richterliches Verbot unterbunden.

Obwohl die Restaurants im Zentrum von Bern liegen, ist die Erreichbarkeit mit öV schlecht. Die Nachfrage nach Parkplätzen übersteigt das Angebot.
Ausmass
Betriebsintern
Mobilitätsmanagementsystem
  • Der Um- und Neubau des Schwellenmättelis wurde 1998 als Wettbewerb von der Stadt Bern ausgeschrieben und über eine Volksabstimmung 2002 bewilligt.
  • Um die Zustimmung bei der Volksabstimmung zu unterstützen, wurde eine möglichst geringe Anzahl Parkplätze angestrebt.
  • Es wurde kein systematisches MMS eingeführt.
  • Mobilität ist entsprechend dem Bedürfnis ein Managementthema.
  • Die Umsetzung der realisierten Massnahmen ist im Wesentlichen bedürfnisgesteuert. Eine bessere Erschliessung durch den öV ist politischen Prozessen unterzogen und eine mögliche Realisierung entsprechend schwierig und langwierig.
Managementsystem
Einzelmassnahmen, keine Einbettung ins Managementsystem (MS)
Verkehrsarten
Pendlerverkehr
Kunden- und Besucherverkehr
Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen)
Stand: 2007
Massnahmen-bereiche
Massnahmenart
bauliche Massnahmen
organisatorische Massnahmen / Anreize
Information und Bewusstseinsbildung
Förderung öV-Nutzung Planung eines Liftes von der Kirchenfeldbrücke und Hängebrücke Hinweis auf Webseite und bei Reservationen
Förderung kombinierte Mobilität Auf Anfrage Einsatz eines Kleinbusses für Kunden
Parkplatz-bewirtschaftung Parkplatzbenutzungs-reglement für Mitarbeitende (MIV nur für Nachtarbeit und Wohnorte ohne zumutbaren öV-Anschluss)
Förderung von Fahr-gemeinschaften (CarPooling) Fahrgemeinschaften individuell durch Mitarbeitende
Verkehrliche Wirkung
Reduktion MIV Pendlerverkehr um 27%
Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen
Reduktion des Anteils MIV um 27% zu Gunsten des öV. Berechnet auf der Basis der zurückgelegten Kilometer je Mitarbeiter und Verkehrsart.
Umweltwirkungen
Durch die umgesetzten Massnahmen wird eine jährliche Reduktion der CO2-Emissionen von 25 t im Pendlerverkehr erreicht.
Finanzielle Wirkungen
Reduktion der Fahrkosten für Mitarbeitende.
Soziale Wirkungen
Das Parkplatzkonzept wurde grundsätzlich positiv aufgenommen, für Mitarbeitende mit grösserem Arbeitsweg wurden Fahrgemeinschaften gebildet und die Arbeitszeiten koordiniert.
Projekteffizienz
Keine Kosten für das Schwellenmätteli. Die anfallenden Kosten bei der Erschliessung über den Lift fallen zu Lasten der Stadt Bern an.
Umweltwirkung
Reduktion 25 t CO2/a
Finanzielle Wirkung
Keine Kosten
Projekteffizienz
Keine Kosten
Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
Erfolgsfaktoren
  • Eigeninitiative Mitarbeiter
  • Druck von Aussen
Hemmnisfaktoren
  • Die Massnahmen zur Verbesserung der Erschliessung sind abhängig von der politischen Diskussion
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