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Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich (Zürich)

Der Grundsatz zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität im Pendler- und Geschäftsverkehr ist in der "Umwelt- und Sozialpolitik" des Migros-Genossenschafts-Bundes verankert. Mit der Umsetzung von einzelnen Massnahmen wie Parkraumbewirtschaftung, Firmenbeitrag an ZVV-BonusPass oder der Teilnahme am Business CarSharing von Mobility wird diesem Grundsatz Rechnung getragen.
Branche
Handel; Instandhaltung und Reparatur von Motorfahrzeugen
(Back-Office)
Tätigkeiten der Firma
Die Migros ist mit seinen rund 80'000 Mitarbeitenden das grösste Detailhandels-Unternehmen der Schweiz. Der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) ist ein Genossenschaftsverband. Er koordiniert die 10 regionalen Genossenschaften und führt die diversen Produktionsbetriebe.

Der Migros-Genossenschafts-Bund beschäftigt rund 1'800 Personen. Davon arbeiten rund 1'200 Personen im Migros-Hochhaus beim Limmatplatz und rund 600 Personen arbeiten an verschiedenen Standorten in der näheren Umgebung des Hauptsitzes.
Betriebsgrösse
Grosse Unternehmen
(250 und mehr Beschäftigte)
1800 Mitarbeitende
Gemeindetyp
Zentrum
Standort / Rahmenbedingungen
Der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) liegt rund 1.5 km westlich vom Hauptbahnhof Zürich direkt beim Limmatplatz (Migros-Hochhaus). Weitere Arbeitsstätten des MGB (IT, Pressehaus, Museum etc.) liegen in der näheren Umgebung zum Limmatplatz.
LV: Sehr gutes und relativ sicheres lokales Fuss- und Velowegnetz über Quartierstrassen oder entlang der Limmat.
öV: Sehr gute lokale (2 Tram- und 1 Buslinie im 5’-10’ Takt mit Haltestellen direkt beim Eingang), regionale und nationale (Bahnhof Hardbrücke, Wipkingen, HB Zürich in 5’ mit öV, in 15’ zu Fuss) Erschliessung mit dem öV.
MIV: Alle Parkplätze sind für Mitarbeitende und Kunden gebührenpflichtig. Während den morgendlichen und abendlichen Stosszeiten sind die städtischen Verkehrsknotenpunkte und Transitachsen stark überlastet.
Sprachregion
Deutsch
Anstoss
Aus eigenem Antrieb
Ausgangslage / Motivation
Der Anstoss für Massnahmen im Bereich des betrieblichen Mobilitätsmanagements basiert einerseits auf dem sozialen Engagement der Migros gegenüber ihren Mitarbeitenden und andererseits auf der Einführung und Weiterentwicklung ihres Umweltmanagementsystems. Der Grundsatz zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität im Pendler- und Geschäftsverkehr ist seit 2003 in der "Umwelt- und Sozialpolitik" verankert. Die Zuständigkeit obliegt den einzelnen Unternehmen der Migros.

Die, für den Migros-Genossenschafts-Bund eingeführten Massnahmen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement, beziehen sich auf die verschiedenen Standorte des MGB.
Ausmass
Betriebsintern
Betriebsübergreifend
Mobilitätsmanagementsystem
  • Der MGB hat laufend einzelne Massnahmen im Bereich des betrieblichen Mobilitätsmanagements (=> aktionsorientiertes Vorgehen) eingeführt. Diese Massnahmen sind Bestandteil des bestehenden Umweltmanagementsystems der Migros.
  • Die einzelnen Massnahmen sind auf Initiative der Abteilungen Ökologie und Personelles oder im Rahmen von Projekten (z.B. Business CarSharing mit Mobility, bike to work) eingeführt worden.
  • Betreuung und Weiterentwicklung der verschiedenen Massnahmen durch unterschiedliche Stellen: Abteilung Ökologie => CarSharing, bike to work / Personalabteilung => Jobticket, Immobilienabteilung => Parkplatzbewirtschaftung.
  • Die einzelnen Massnahmen des Mobilitätsmanagements werden in den verschiedenen Medien des MGB (Intranet, Mitarbeiterzeitung, Flyer etc.) oder durch die Personalabteilung beworben.
  • Der MGB arbeitet eng mit verschiedenen Mobilitätsanbietern zusammen (z.B. Mobility Schweiz, Pro Velo Schweiz, Fussverkehr Schweiz, diversen Verkehrsbetrieben).
  • Für die einzelnen Massnahmen wurden keine quantitativen Zielvorgaben definiert. Sie werden aber laufend auf ihre Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit geprüft.
Managementsystem
Einzelmassnahmen, keine Einbettung ins Managementsystem (MS)
Integration in bestehendes Umweltmanagementsystem (UMS)
Verkehrsarten
Pendlerverkehr
Dienst- und Geschäftsverkehr
Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen)
Stand: 2010
Massnahmen-bereiche
Massnahmenart
bauliche Massnahmen
organisatorische Massnahmen / Anreize
Information und Bewusstseinsbildung
Förderung öV-Nutzung Firmenbeitrag an Mitarbeitende für ZVV-BonusPass (Jobticket), SBB-Streckenabos oder GA Informationsveran-staltung "Neu im MGB"; Intranet
Förderung Velo-Nutzung Abschliessbarer Veloraum mit ca. 90 Abstellplätzen; Einrichtung von Garderoben mit Duschen Teilnahme an "bike to work"
Parkplatz-bewirtschaftung PP-Gebührenmodel inkl. Nutzungsreglement auf der Basis von Erreichbarkeitskriterien für Arbeitsweg ohne Auto
CarSharing Teilnahme am Business CarSharing von Mobility; Mitarbeitende erhalten Vergünstigungen für Privatfahrten mit Mobility Informationsveran-staltung "Neu im MGB"; Intranet
Verkehrliche Wirkung
Keine Angaben
Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen
Eine im 2006 beim Migros-Hochaus am Limmatplatz durchgeführte Verkehrsmittelerhebung bei den Mitarbeitenden (1'200 Personen) ergab folgenden Modalsplit: 23% MIV, 72% öV und 5% LV.
Der Dienst- und Geschäftsverkehr wird zu einem signifikanten Teil mit dem öV und Mobility Business CarSharing abgewickelt.
Umweltwirkungen
Die Umweltwirkungen durch die eingeführten Massnahmen im Bereich des betrieblichen Mobilitätsmanagements werden durch den MGB nicht gemessen. Daher sind keine quantitativen Angaben zu einer möglichen C02-Reduktion möglich.
Finanzielle Wirkungen
Der administrative Aufwand (Garage, Management PP und Tickets, Mobility, Unterhalt/Reinigung) für das Mobilitätsmanagement im MGB beträgt rund 200 Stellenprozente.
Soziale Wirkungen
Aufgrund des verkehrstechnisch guten Standorts und den flankierenden Massnahmen zur Förderung der Benutzung von öffentlichem Verkehr und Mobility Business CarSharing ist die Mitarbeiterzufriedenheit gut. Die begrenzte Anzahl Parkplätze wird durch das neue PP-Nutzungsreglement transparent und möglichst gerecht verteilt.
Projekteffizienz
Keine Angaben
Umweltwirkung
Keine Angaben
Finanzielle Wirkung
Keine Angaben
Projekteffizienz
Keine Angaben
Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
Erfolgsfaktoren
  • Einbindung ins Umweltmanagementsystem
  • Soziales Engagement gegenüber den Mitarbeitenden
  • Kosteneinsparungen durch umgesetzte Massnahmen
  • Personalleiter die offen gegenüber betriebliches Mobilitätsmanagement sind
Hemmnisfaktoren
  • heterogenes Unternehmen
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