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PRAXIS Beispiele

Auf Mobilservice PRAXIS finden Sie detaillierte Beschriebe, Umsetzungshilfen und Kontaktadressen zu zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Diese richten sich vor allem an Gemeinden. PRAXIS Beispiele für Unternehmen und die DATENBANK für Unternehmensbeispiele finden Sie in der Rubrik PRAXIS UNTERNEHMEN.

 

   
Verkehrsbewältigung mit der ABC-Methode
Erstellt am 06.03.2007, Aktualisiert am 08.03.2007
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Die ABC-Methode, einfacher gesagt „die richtige Aktivität am richtigen Ort“, wurde von der holländischen ABC-Planung inspiriert. Ihr Ziel besteht darin, die Probleme, welche mit der Zunahme des motorisierten Verkehrs ver­bunden sind, vorauszusehen und zu begrenzen, indem Raumplanung und Gesamtverkehr koordiniert werden. Diese Methode ist hauptsächlich für Unternehmen gedacht, lässt sich aber eben so gut auf Wohnbauprojekte, öffentliche Einrichtungen, Freizeitgelände usw. anwenden.

Das Gelände wird entsprechend seiner Zugänglichkeit durch Strassen und den öffentlichen Verkehr in Sektoren (A, B, C) unterteilt. Jede neue Tätigkeit, welche angesiedelt werden soll, muss demnach ein Mobilitäts­profil besitzen, welches der „Tauglichkeit des Gebiets“ entspricht. Zum Beispiel stellt ein Verwaltungszentrum mit zahlreichen Angestellten ein interessantes Potenzial für den öffentlichen Verkehr dar und sollte idealer weise an einem zentral gelegenen Standort angesiedelt werden, welcher durch den öffentlichen Verkehr gut bedient wird (Standorte A). Hingegen sollte sich eine Logistikzentrale, welche Lastwagenverkehr erzeugt, an der Peripherie und in der Nähe eines Autobahnanschlusses ansiedeln (Standorte C).

Beispiel der Gemeinden von Lausanne-West
Lausanne-West besteht aus den Gemeinden von Bussigny, Chavannes, Crissier, Prilly, Renens, St.Sulpice, Villars-Sainte-Croix und Ecublens. Die rasche und disperse Verstädterung dieser Gegend während der letzten Jahre hat zu einer starken Zunahme des Strassenverkehrs und stärkerer Luftverschmutzung geführt. Die vom Verkehr ausgehenden Beeinträchtigungen haben einen nachteiligen Einfluss auf die Wohnqualität und begünstigen eine stadtartige Entwicklung ausserhalb der Zentren und grossen ÖV-Achsen. Dadurch wird die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Region gefährdet.

Angesichts dieser Tatsachen haben Gemeinden und Kanton das Raumplanungskonzept Lausanne-West ( Schéma directeur de l’Ouest lausannois, SDOL) erarbeitet, um Grundsätze für die Entwicklung der Urbani­sierung und des Verkehrs festzulegen. Das SDOL soll bei der Revision aller Raumplanungsdokumente weg­weisend sein. Für diesen Prozess, welcher mehrere Jahre beanspruchen wird, müssen Übergangsmassnahmen getroffen werden, welche die ABC-Methode integrieren. Konkret überprüft eine Gruppe von Vertretern der Gemeinden und des Kantons (die ABC-Gruppe) die Übereinstimmung aller grösseren neuen Bauprojekte mit dem SDOL.