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Nicht alle Anreisewege in die Ferienregion sind gleich umweltfreundlich oder komfortabel.
Viele Urlaubsregionen in den Alpen sind mit dem öffentlichen Verkehr von den grossen Zentren aus nicht ohne mehrmaliges Umsteigen erreichbar. Gleichzeitig geht die Beschleunigung der überregionalen Zugsverbindungen teilweise zu Lasten der kleineren Bahnhöfe und Umsteigeknoten. Die Anreise mit dem Auto ist dagegen relativ problemlos. Doch der zunehmende motorisierte Individualverkehr belastet Anfahrtsrouten und Zentren von Ferienorten und mindert deren Attraktivität. Dies gilt insbesondere für sensible Regionen, wie das Berner Oberland. Für eine langfristige Sicherung der Destinationen ist deshalb eine Attraktivitätssteigerung der Anreise mit dem öffentlichen Verkehr wichtig. Die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs, der Reisekomfort, das reibungslose Umsteigen und vor allem der Gepäcktransport von Tür-zu-Tür spielen hier eine bedeutende Rolle.
Beispiel Lenk
Im Oktober 2004 führte der Verein spediBEO in Lenk einen Workshop durch um effizient Schwachstellen der ÖV-Transportkette und mögliche Massnahmen zu deren Verbesserung zu erarbeiten. Am Prozess haben Verantwortliche des lokalen / regionalen öffentlichen Verkehrs, des Tourismus, der Gemeinde, der Hotels, der Bergbahnen und der Bahnhöfe Lenk und Zweisimmen teilgenommen. Verschiedene Massnahmen wurden unmittelbar in Angriff genommen: Anpassung der Umsteigezeiten in Spiez, Verbesserung der Anschlüsse des Ortsbusses an die Montreux-Oberland-Bernois-Bahn (MOB), Sicherstellung eines permanenten Taxidienstes für den Transfer vom Bahnhof zu den Hotels, ÖV-Gepäcktransport innerhalb eines Tages, Ergänzung des Ortsplans mit den Haltestellen des Ortsbusses, kundenfreundlichere Informationen in den Zügen und den Bahnhöfen (Infotafeln, dreisprachige Lautsprecherdurchsagen, Informationen zu Angeboten, zu markanten Landschaftspunkten) usw.
Beispiel Berner Oberland
Seit Mai 2005 werden auf Initiative des Vereins spediBEO 15 Orte im Oberland mit dem Produkt «Schnelles Reisegepäck» der SBB bedient. Damit sind die meisten Tourismusgebiete des Oberlands in den Tagesgepäcktransport mit dem öffentlichen Verkehr eingeschlossen. Wie die ersten Erfahrungen zeigen, ein wichtiges Angebot des öffentlichen Verkehrs im Sektor Tourismus: Im 2006 wurden 4580 (2005: knapp 3'600) Gepäcksstücke auf diesem Weg ins Berner Oberland transportiert. Zudem wurden innerhalb der Region im 2005 ca. 600 Stück weitergeleitet.
Das Angebot ist eine wichtige Voraussetzung zur Förderung von mehrtägigen Wander-, Trekking und Bikeangeboten. Während die Gäste zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs sind, wird ihr Gepäck mit dem öffentlichen Verkehr transportiert, meistens direkt von Unterkunft zu Unterkunft.
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