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PRAXIS Beispiele

Auf Mobilservice PRAXIS finden Sie detaillierte Beschriebe, Umsetzungshilfen und Kontaktadressen zu zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Diese richten sich vor allem an Gemeinden. PRAXIS Beispiele für Unternehmen und die DATENBANK für Unternehmensbeispiele finden Sie in der Rubrik PRAXIS UNTERNEHMEN.

 

   
Organisation eines Mobilitätsforum für Unternehmen
Erstellt am 11.11.2005, Aktualisiert am 11.11.2005
Übersicht Dokumente Beschreibung Profil Wirkung Werkzeuge Bildergalerie
Seit einigen Jahren organisieren verschiedene Gemeinden und Städte Begegnungen mit Unternehmen zum Thema des Pendler- und Berufsverkehrs, sogenannte Mobilitätsforen für Unternehmen oder Mobilitäts-Apéros. Auf diesem Wege sucht die öffentliche Hand die Unternehmen als grosse Verkehrsverursacher in ein nachhaltiges Mobilitätsmanagement einzubeziehen.
Solche Veranstaltungen haben das Ziel, die Unternehmen über die Vorteile eines nachhaltigen Mobilitätsmanagements ihrer Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner zu informieren und dafür zu sensibilisieren. Ebenso geht es darum, sie zu ermutigen, in dieser Angelegenheit voranzuschreiten, indem ihnen die Möglichkeit geboten wird, die Erfahrungen kennen zu lernen, welche von anderen Unternehmen oder öffentlichen Verwaltungen gesammelt wurden. Schliesslich werden den Teilnehmern die methodologischen Werkzeuge sowie auch die zur Verfügung stehenden Fortbewegungsmittel vorgestellt, um ihnen bei der Umsetzung von geeigneten Projekten zu helfen.

Beispiel Vevey
Für den europäischen Aktionstag "Zur Arbeit - ohne mein Auto" am 22. September 2004 hat die Stadt Vevey in Zusammenarbeit mit der sanu ein Mobilitätsforum organisiert. Dieses Forum richtete sich an Privatunternehmen und öffentliche Verwaltungen mit dem Ziel, die Teilnehmer über ein nachhaltiges Mobilitätsmanagement zu informieren und dafür zu sensibilisieren. Konkrete Beispiele von Unternehmen, welche derartige Vorhaben bereits realisiert haben, gaben den anwesenden Unternehmen die Möglichkeit, die Vorteile eines Mobilitätsplanes und die Art und Weise seiner Umsetzung besser zu verstehen. Das Forum begann mit einer Reihe von sechs Beiträgen in Gestalt von Vorträgen. Beim informellen Gedankenaustausch hatten die Teilnehmer auch Gelegenheit, den Referenten Fragen zu stellen. Während des Forumteils "Kioske/Workshops" waren dann die Mobilitätsdienstleister eingeladen, ihre Lösungen und Produkte vorzustellen. Die Veranstaltung darf als Erfolg gewertet werden: 85 Unternehmen unterschiedlicher Grösse aus dem Raum Lausanne-Vevey-Montreux nahmen daran teil. Ein Jahr danach haben einer abschliessenden Evaluation zufolge neun Unternehmen über die Konkretisierung oder Planung entsprechender Massnahmen berichtet.

Beispiel Biel
Am 30. Juni 2005 hat die sanu in Partnerschaft mit der Stadt Biel eine Tagung zum Thema Mobilität für die Unternehmen und Gemeinwesen organisiert (Mobilitätsmanagement - ein Pluspunkt für Unternehmen und Gemeinwesen). Diese um Vorträge und "tables rondes" (Gespräche am runden Tisch) herum gestaltete Tagung hatte das doppelte Ziel, der Öffentlichkeit einerseits durch konkrete Beispiele die vorhandenen Werkzeuge aufzuzeigen und andererseits die Vernetzung der Teilnehmer zu begünstigen.
Wie vom Direktor der sanu zu erfahren war, war das Seminar sowohl durch die Teilnehmerzahl (45 Anmeldungen) als auch durch den hohen Zufriedenheitsgrad der anwesenden Unternehmen ein Erfolg. Dadurch beflügelt hat die sanu ein Konzept für Weiterverfolgung und -bildung in Gestalt der Mobilitätszirkel entwickelt, welche im Wesentlichen auf vier über ein Jahr verteilte Workshops bauen.

Beispiel Morges
Während der Mobilitätswoche 2005 haben die Stadt Morges und der Kanton Waadt unter Mitwirkung von EnergieSchweiz für Gemeinden einen "Mobilitäts-Apéro" für die Unternehmen des Kantons organisiert. Der Anlass bestand aus einem ersten Teil mit Vorträgen und einem zweiten Teil, welcher den Ständen der Dienstleister und dem Apéro gewidmet war. Der Kanton Waadt hat die Gelegenheit genutzt, um den "Mobilitätspreis für Unternehmen" zu lancieren. Dieser gemeinsam mit Stadt und Kanton Genf ausgearbeitete Preis soll ein Privatunternehmen belohnen, welches die Mobilität seiner Angestellten und Besucher in beispielhafter und nachhaltiger Weise organisiert hat. (Auskunft zum Preis findet sich unter www.semaine-de-la-mobilite.ch.)

Beispiel Burgdorf
In den Jahren 2004 und 2005 hat die Stadt Burgdorf im Rahmen des Aktionstages am 22. September einen "Mobilitäts-Apéro" organisiert. Unterstützt von einem privaten Beratungsbüro und in Partnerschaft mit der lokalen Wirtschaftsvereinigung Pro Burgdorf haben die städtischen Behörden auf diese Weise versucht, die lokalen Wirtschaftsakteure in das städtische Mobilitätsmanagement einzubeziehen.
Auf den Spätnachmittag angesetzt, bestand diese Begegnung aus einer Reihe von Vorträgen (darunter insbesondere eine Vorstellung der Erfahrungen des Berner Unternehmens B+S sowie ein Beitrag über die Vorteile des Langsamverkehrs für die Gesundheit) und aus Präsentationsständen der Dienstleister. Sie endete mit einem Apéro.