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PRAXIS Beispiele

Auf Mobilservice PRAXIS finden Sie detaillierte Beschriebe, Umsetzungshilfen und Kontaktadressen zu zahlreichen Beispielen aus der Praxis. Diese richten sich vor allem an Gemeinden. PRAXIS Beispiele für Unternehmen und die DATENBANK für Unternehmensbeispiele finden Sie in der Rubrik PRAXIS UNTERNEHMEN.

 

   
Nachhaltige Mobilität in Tourismusorten
Erstellt am 11.01.2006, Aktualisiert am 11.01.2006
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Zahlreiche Tourismusgebiete sind dem zunehmenden Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen. Die Zufahrtsstrassen sowie die Verkehrswege vor Ort sind häufig überlastet. Anstatt Ruhe, intakter Natur und frischer Luft findet der Gast verstopfte Strassen, Lärm und schlechte Luft vor. Die Ferienorte werden so ihrer wichtigsten Ressourcen beraubt. Eine ganze Palette möglicher Massnahmen soll aufzeigen, wie den Gästen, aber auch der einheimischen Bevölkerung eine attraktive nachhaltige Mobilität geboten werden kann.

Beispiel Gstaad
In Gstaad wurden verschiedene Projekte umgesetzt mit dem Ziel, die Mobilität nachhaltiger zu gestalten. Der Ortskern von Gstaad wurde 1997 in eine Fussgängerzone umgewandelt, ist also für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Davon profitieren sowohl die Geschäfte an der Dorfstrasse als auch die Touristen und Einheimischen beim Einkaufen. Die Fussgängerzone wurde im Rahmen des Baus der Umfahrungsstrasse realisiert. Neben der klaren Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Zentrum ist auf diese Weise auch die tatsächliche Umleitung des Verkehr gewährleistet (kein Ausweichverkehr durch das Dorf bei Überlastung der Umfahrung).
In der Region Gstaad/Zweisimmen wird den Gästen von Mai bis Oktober ausserdem die "Gstaad easyaccess card" angeboten. Mit dieser Karte kann ein Tourist für Fr. 33.- während drei aufeinander folgenden Tagen diverse Angebote aus den Bereichen Mobilität, Kultur und Sport frei nutzen. Neben diversen Bergbahnen, Postautoverbindungen und der Montreux - Berner Oberland - Bahn (MOB), ist auch die Benützung mehrerer Schwimmbäder und der Besuch von Museen inbegriffen. Unter anderem auch dank einer aktiven Werbestrategie ist dieses Angebot ein grosser Erfolg und sichert den Betrieb der Bergbahnen auch während der Sommermonate.