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Liechtensteinische Landesbank AG, Vaduz (Liechenstein)

Aufgrund der baulichen Erweiterung und der personellen Aufstockung sowie zunehmenden Engpässen beim Parkplatzangebot führte die Landesbank ein eigenständiges Mobilitätsmanagement ein. Mit der Einführung einer Parkraumbewirtschaftung, einem Beitrag ans öV-Jahresabo sowie einer nachhaltigen Flottenbewirtschaftung konnte eine Reduktion der Autonutzung im Pendlerverkehr erreicht werden.
Branche
Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienst-leistungen
(Bank)
Tätigkeiten der Firma
Die Liechtensteinische Landesbank AG ist das traditionsreichste Finanzinstitut im Fürstentum Liechtenstein. Die Geschäftstätigkeit ist national wie auch international ausgerichtet. In Liechtenstein ist die Bank marktführend im Spar- und Hypothekargeschäft. Das Private Banking steht im Mittelpunkt aller aktiv bearbeiteten Märkte.

In Liechtenstein beschäftigt die Liechtensteinische Landesbank-Gruppe an verschiedenen Standorten rund 600 Personen.
Betriebsgrösse
Grosse Unternehmen
(250 und mehr Beschäftigte)
600 Mitarbeitende
Gemeindetyp
Ländliche Gemeinde
Standort / Rahmenbedingungen
Die Liechtensteinische Landesbank AG hat ihren Hauptsitz im Zentrum von Vaduz. Neben dem Hauptsitz verfügt die Landesbank über zusätzliche Standorte in Vaduz selbst sowie vier weitere Geschäftsstellen in anderen Gemeinden Liechtensteins. 33.3 % der Mitarbeitenden der Liechtensteinischen Landesbank AG sind grenzüberschreitende Berufspendler aus der Schweiz (23.3%) und Österreich (10%).
LV: Die Verkehrserschliessung für den Fuss- und Radverkehr ist an den verschiedenen Standorten der Landesbank gut, jedoch teilweise verbesserungswürdig.
öV: Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist an den verschiedenen Standorten der Landesbank sehr gut (Liechtenstein Bus). Allerdings ist die Erschliessung durch den öV auf der schweizerischen Rheinseite verbesserungswürdig.
MIV: Die verschiedenen Standorte der Landesbank sind strassenmässig gut erschlossen (Anbindung ans Autobahnnetz in allen Richtungen). Es müssen externe Parkflächen hinzugemietet werden.
Sprachregion
Deutsch
Anstoss
Aus eigenem Antrieb
Ausgangslage / Motivation
Die Liechtensteinische Landesbank AG bietet allen Mitarbeitenden Parkflächen am Arbeitsort an. Im Zuge der baulichen Erweiterung der Landesbank AG im Jahr 1996 und der entsprechenden personellen Aufstockung mussten immer mehr Parkflächen auch extern dazu gemietet werden. Das war mit ein Grund, im Zuge der Belegung der neu geschaffenen Parkflächen, das gesamte Parkplatzkonzept kritisch zu hinterfragen und neu zu gestalten.
Ausmass
Betriebsintern
Mobilitätsmanagementsystem
  • Seit 1997 hat die Landesbank AG ein betriebliches Mobilitätsmanagementsystem, welches auf der gleichzeitig eingeführten Parkplatzbewirtschaftung basiert.
  • Die Parkplatzeinnahmen fliessen in einen Fonds, aus welchem verschiedene Mobilitätsprojekte und -aktivitäten finanziert werden.
  • Für die Umsetzung der Parkplatzregelung ist die Parkplatzkommission zuständig. Darin sind folgende Organisationseinheiten vertreten: (1) Stab Group Human Resources (ist zugleich für die Leitung und Administration des Mobilitätsmanagements zuständig) (2) Bereich Dienste (3) Arbeitnehmervertretung.
  • Die Parkplatzkommission informiert jährlich die Geschäftsleitung und Mitarbeitenden über die Verwendung der Parkeinnahmen.
  • Es erfolgt keine spezifische Zusammenarbeit mit den jeweiligen Standortgemeinden.
  • Mit der Parkplatzregelung werden folgende Zielsetzungen verfolgt: (1) effiziente Auslastung der PP und so wenig dazu gemietete PP wie möglich (2) Dem MIV soll aus Sicherheits- und Umweltbelastungsgründen sinnvoll entgegengetreten werden (3) Förderung des öV.
Managementsystem
Eigenständiges Mobilitätsmanagementsystem (MMS)
Verkehrsarten
Pendlerverkehr
Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen)
Stand: 2007
Massnahmen-bereiche
Massnahmenart
bauliche Massnahmen
organisatorische Massnahmen / Anreize
Information und Bewusstseinsbildung
Förderung öV-Nutzung Rückerstattung Kosten Jahresabo Liechtensteinbus Durchführung der Aktion "Umsteigen lohnt sich"
Förderung Velo-Nutzung Fahrradverlosung an Mitarbeitenden; Durchführung Velohelmaktion; Durchführung der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit"
Parkplatz-bewirtschaftung Einrichtung von zwei PP-Arten: fixer PP oder Tages-PP; Einführung einer zonenorientierten Gebührenordnung nach Wohnort und Anschluss an den öV (PP-Zonen A, B, C)
Flotten-bewirtschaftung Bereitstellung Erdgas-Fahrzeug für Mitarbeitende der PP-Zone A
Sonstiges Teilnahme an der europäischen Woche der Mobilität; Durchführung Cafeteria-Aktionswoche
Verkehrliche Wirkung
Keine Angaben
Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen
Seit der Einführung des Mobilitätsmanagements hat sich das Mobilitätsverhalten der Mitarbeiter auf einem relativ fixen Niveau eingependelt. Trotz der verschiedensten Anreize und des lukrativen öV-Angebots sind grundsätzliche Verhaltensänderungen einzelner Mitarbeitenden sehr selten feststellbar.
Umweltwirkungen
Keine Angaben
Finanzielle Wirkungen
Die Einnahmen aus der Parkplatzbewirtschaftung fliessen in einen Fonds. Die Mittel werden für ökologisch orientierte Zwecke verwendet.
  • Einnahmen 2006 aus Parkplatzbewirtschaftung: CHF 144'000.-
  • Ausgaben 2006 Zumietung externe Parkplätze: CHF 83’500
Soziale Wirkungen
Es sind alle Mitarbeitenden unabhängig von Rang oder Hierarchie der Parkplatzregelung unterstellt. Die Reaktion auf die neue Regelung war innerhalb der Mitarbeiterschaft sehr unterschiedlich. In der Zwischenzeit ist die Regelung akzeptiert. Die Akzeptanz wurde in den letzten Jahren grösser, weil in der öffentlichen Diskussion spürbar wurde, dass die Landesbank bereits vor 10 Jahren einen mutigen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat.
Projekteffizienz
Keine Angaben
Umweltwirkung
Keine Angaben
Finanzielle Wirkung
Einsparungen 2006: 60’500 CHF
Projekteffizienz
Keine Angaben
Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
Erfolgsfaktoren
  • Breite Unterstützung der Zielsetzungen in jüngster Zeit (Liechtensteinische Industrie- und Handelskammer, Regierung)
  • Gutes öV-Angebot
  • Langer Atem, regelmässige Thematisierung, dauernde Bewusstseinsbildung
Hemmnisfaktoren
  • Genügendes Parkplatzangebot
  • Baugesetz, das die Erstellung zu vieler Parkplätze vorschreibt
  • zu geringe Parkgebühren
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