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Branche
Gesundheits- und Sozialwesen (Spital)
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Tätigkeiten der Firma
Das Kantonsspital Baden ist das Schwerpunktspital für den östlichen Teil des Kantons Aargau. Pro Jahr betreut das Spital rund 15'000 stationäre und 50'000 ambulante Patienten.
Das Spital beschäftigt rund 1'800 Personen, welche in Tag-, Spät- und Nachtdiensten arbeiten.
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Betriebsgrösse
Grosse Unternehmen (250 und mehr Beschäftigte) 1800 Mitarbeitende
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Gemeindetyp
Zentrum
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Standort / Rahmenbedingungen
Das Kantonsspital Baden (KSB) liegt westlich vom Stadtzentrum Baden im Quartier Dättwil.
| LV: |
Die Verkehrserschliessung für den Fuss- und Radverkehr ist verbesserungswürdig. |
| öV: |
Mit dem öV ist das Spital mit zwei Buslinien ab Bahnhof Baden gut erschlossen. Die Busse fahren tagsüber im 08’ Takt (Fahrzeit 12’). Weiter besteht stündlich eine Postautoverbindung ab dem S-Bahnhof Mellingen-Heitersberg. Die Bushaltestelle befindet sich direkt beim Eingang des Spitals. |
| MIV: |
Das Kantonsspital ist strassenmässig optimal erschlossen (liegt direkt beim A1-Autobahnanschluss Baden-West). Das Spital verfügt über 182 Kunden-/Besucher- und 510 Mitarbeiterparkplätze. Die Kunden-/Besucherparkplätze sind gebührenpflichtig, für die Angestellten des Spitals ist die Benutzung der Parkplätze hingegen gratis. |
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Sprachregion
Deutsch
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Anstoss
Aus eigenem Antrieb
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Ausgangslage / Motivation
Aufgrund der zeitlichen Überlappungen der verschiedenen Dienste (Tag-, Spät- und Nachtdienst) kam es bei den Mitarbeitenden zu Engpässen beim Parkplatzangebot. Diese Situation hat zu steigender Unzufriedenheit beim Personal sowie bei Patienten und Besuchern geführt. Eine Erweiterung des Parkdecks wurde verworfen, da dadurch attraktive Grünflächen im Aussichtsbereich des Bettenhauses hätten geopfert werden müssen und das erwartete Kosten-Nutzenverhältnis ungenügend war.
Deshalb wurde im 2003 beschlossen im Rahmen des Programms "badenmobil" andere Wege zu finden, um das Parkierungsproblem anzugehen. Mit dem Projekt "Mobilitätsmanagement Kantonsspital Baden" will das Spital einerseits den akuten Parkplatzengpass beseitigen und andererseits die Mobilitätsbedürfnisse aller Mitarbeitenden auf eine möglichst soziale sowie ökologische Art sicherstellen.
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Ausmass
Betriebsintern
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Mobilitätsmanagementsystem
- Zusammen mit Vertretern des KSB, der Stadt Baden, des Kantons Aargau und externen Fachberatern hat das Spital im 2004 ein eigenständiges Mobilitätsmanagementsystem aufgebaut und im Mai 2005 eingeführt.
- Vorgehen: (1) Analyse Rahmenbedingungen (2) Bedürfnisabklärung (MA-Umfrage) (3) öV-Angebotsanalyse (4) Modellentwicklung (5) Umsetzung.
- Anreizmodell: Kombination von Mobilitätsservices und Gebühren mit freier Verkehrsmittelwahl der Mitarbeitenden.
- Für die Betreuung und Weiterentwicklung des Mobilitätsmodells sind eine verantwortliche Person und eine breit abgestützte Arbeitsgruppe zuständig. Das Modell ist zudem in einem von der Spitalleitung genehmigten Reglement verankert.
- Die Mitarbeitenden werden über das Mobilitätsmanagement und zur Sensibilisierung laufend mittels unterschiedlicher Medien (Intranet, Hauszeitung, Infoveranstaltungen, Aktionen, Flyer etc.) umfassend informiert.
- Zusammenarbeit mit der Gemeinde Baden und dem Kanton Aargau im Rahmen des Programms "badenmobil".
- Zielsetzung: Mit dem Mobilitätsmodells soll eine Umsteigewirkung von 30% bei den Arbeitspendlern zugunsten des öVs erreicht werden.
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Managementsystem
Eigenständiges Mobilitätsmanagementsystem (MMS)
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Verkehrsarten
Pendlerverkehr Dienst- und Geschäftsverkehr
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Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen) |
Stand: 2011 |
Massnahmen-bereiche |
Massnahmenart |
bauliche Massnahmen |
organisatorische Massnahmen / Anreize |
Information und Bewusstseinsbildung |
| Förderung öV-Nutzung |
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Gewährung eines Ökobonusses auf der Basis von 3 Erreichbarkeitszonen
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| Förderung Velo-Nutzung |
Bereitstellung gedeckter Abstellplätze und einer Velopumpstation; Sanierung Duschen und Umkleidekabinen; Verbesserung der Wegweisung und des Velowegnetzes
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Gewährung eines Ökobonusses auf der Basis von 3 Erreichbarkeitszonen; Durchführung eines jährlichen Veloreparaturtages
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Durchführung einer Velohelmaktion, Velogesundheitswoche und der Tour d’Argovie; Abgabe einer Velowegkarte; wöchentlicher Bike-Treff; Teilnahme an "bike to work"
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| Parkplatz-bewirtschaftung |
Bereitstellung spezieller Gratis-Parkplätze für Spät-, Nacht-, Pikettdienst oder Noftfalleinsätzen sowie Wochenenddienste
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Einführung PP-Gebührenmodell mit Nutzungsreglement auf der Basis von 3 Erreichbarkeitszonen (Umgebungs-, Nah-, Fernzone)
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| CarSharing |
Einrichtung eines Mobility-Standortes auf dem KSB-Areal für 1 Fahrzeug
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Teilnahme am Business CarSharing von Mobility
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Demonstration für Reservation und Benützung des Mobility-Fahrzeuges
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Verkehrliche Wirkung
Reduktion MIV Pendlerverkehr um 33%
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Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen Das anvisierte Ziel von rund 30% Umsteigenden ist erreicht worden. Die MIV-Anteile nach den 3 Erreichbarkeitszonen sind: Umgebungszone 0%, Nahzone (30’ öV-Reisezeit) 58% und Fernzone (> 30’ öV-Reisezeit) 40%.
Weiter verfügen Besucher als auch die Mitarbeitenden seit der Einführung des Mobilitätsmodells jederzeit über genügend freie Parkplätze.
Umweltwirkungen Durch die umgesetzten Massnahmen wird eine jährliche Reduktion der CO2-Emissionen im Pendlerverkehr von insgesamt rund 248 t erreicht.
Finanzielle Wirkungen - Aufbau Mobilitätsmodel und Investitionen: einmalig CHF 310'000.-
- Ausgaben Ökobonus: jährlich CHF 400'000.-
- Einnahmen PP-Bewirtschaftung: jährlich CHF 400'000.-
Nach Abschreibung der Investitionen ist das Mobilitätsmodel kostenneutral ausgestaltet.
Soziale Wirkungen Die Gebühren und Anreize wurden entsprechend den Erreichbarkeitszonen so abgestuft, dass für Personen mit tiefem Gehalt keine unzumutbaren Hürden geschaffen werden. Die Einführung des Mobilitätsmanagements wurde bei den Mitarbeitenden positiv aufgenommen.
Projekteffizienz Keine Angaben
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Umweltwirkung
Reduktion: 248 t CO2/a
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Finanzielle Wirkung
Kosten
heute: 55'000 CHF/a
geplant: kostenneutral
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Projekteffizienz
Kosten
heute: 221 CHF/t CO2
geplant: 0 CHF/t CO2
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Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
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Erfolgsfaktoren
- Rückhalt durch Geschäftsleitung
- Motiviertes Projektteam und engagierter Mobilitätsbeauftragter
- Genaue Kenntnis der Bedürfnisse der Geschäftsleitung und Mitarbeitenden
- Ausreichend Zeit für Sensibilisierung
- Intensive und professionelle Kommunikation
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