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Branche
öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung (Bundesamt)
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Tätigkeiten der Firma
Das Bundesamt für Sport ist die nationale Anlaufstelle für Fragen des Sports und wichtige Dokumentations-/Informationsstelle im Schweizer Sport. Weiter ist das BASPO das sportwissenschaftliche Kompetenzzentrum sowie Ausbildungs-, Trainings- und Wettkampfstandort (Eidgenössische Hochschule für Sport). Pro Jahr werden die Ausbildungsstätten und die Trainingsanlagen von rund 150'000 Kursteilnehmende besucht.
Das BASPO beschäftigt rund 360 Personen.
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Betriebsgrösse
Grosse Unternehmen (250 und mehr Beschäftigte) 360 Mitarbeitende
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Gemeindetyp
Ländliche Gemeinde
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Standort / Rahmenbedingungen
Das BASPO liegt in Magglingen, oberhalb von Biel (auf 900m). Die verschiedenen Ausbildungsstätten, Trainingsanlagen etc. sind auf einem grossen Areal verteilt.
| LV: |
Sehr gutes Velowegnetz, jedoch sind von Biel nach Magglingen ca. 500 Höhenmeter zu überwinden. Bei der Talstation des Funic hat es zu wenig Veloabstellplätze. |
| öV: |
Von Biel aus erreicht man Magglingen mit der Seilbahn (Funic), die ca. 5ʼ mit
dem Bus (Linie 10) oder 10ʼ zu Fuss vom Bahnhof Biel entfernt liegt. Magglingen selbst hat keine öV Erschliessung. Die Erreichbarkeit mit dem öV ist stark verbesserungswürdig, da mehrmals umgestiegen werden muss und die Ankunfts- bzw. Abfahrtszeiten der verschiedenen Transportmittel nicht aufeinander abgestimmt sind. |
| MIV: |
Mit dem MIV Durchfahrt durch ganz Biel und Leubringen notwendig. Eingeschränktes Parkplatzangebot auf dem ganzen BASPO-Areal. |
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Sprachregion
Deutsch Französisch
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Anstoss
Von aussen auferlegt
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Ausgangslage / Motivation
Die Gründe für die Einführung eines betrieblichen Mobilitätsmanagements waren vielschichtig:
- Erweiterung der Sportanlagen und grössere Bettenkapazität auf Ende 2004 erzeugten zusätzlichen Mehrverkehr
- Eingeschränktes Parkplatzangebot (auch nach dem Neubau)
- Ungenügende Erschliessung durch den öV
- Verkehrschaos an Wochenenden und bei sportlichen Grossanlässen
- Druck durch Standortgemeinde wegen zunehmender MIV-Belastung auf den Ortsdurchfahrten
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Ausmass
Betriebsintern
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Mobilitätsmanagementsystem
- Eine Projektgruppe bestehend aus Vertretern des BASPO und externen Fachberatern hat zwischen 2003-2004 ein eigenständiges Mobilitätsmanagementsystem aufgebaut und anfangs 2005 eingeführt.
- Vorgehen: (1) Bildung einer partizipativen Begleitgruppe (2) Analyse Ausgangslage anhand von qualitativen Interviews und einer zielgruppenspezifischen Umfrage (3) Durchführung Informationsveranstaltung/Mobilitätstag (4) Miteinbezug der MA (5) Entscheid durch Geschäftsleitung (6) Umsetzung in Etappen.
- Betreuung, Weiterentwicklung und Controlling durch Mobilitätsbeauftragte (50%-Stelle im BASPO).
- Umfassende und stetige Information und Kommunikation über verschiedene Kanäle (Intra- Internet, Informationsveranstaltungen, Mobilitätstage, Aktionen, Hauszeitung "Voilà" etc.) und durch die Mobilitätsbeauftragte.
- Zusammenarbeit mit der Gemeinde Magglingen, den Verkehrsbetrieben Biel und der Stadt Biel (Stadtpolizei).
- Umlagerungsziele: Mehr FussgängerInnen in Magglingen, mehr Velo- und öVNutzerInnen, Bildung von Fahrgemeinschaften, mehr kombinierte Mobilität, weniger verkaufte Parkplatzvignetten.
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Managementsystem
Eigenständiges Mobilitätsmanagementsystem (MMS)
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Verkehrsarten
Pendlerverkehr Dienst- und Geschäftsverkehr Kunden- und Besucherverkehr
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Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen) |
Stand: 2010 |
Massnahmen-bereiche |
Massnahmenart |
bauliche Massnahmen |
organisatorische Massnahmen / Anreize |
Information und Bewusstseinsbildung |
| Förderung öV-Nutzung |
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Entrichtung Ökobonus an Mitarbeitende; Abgabe von Railchecks; Verdichtung des Funic-Fahrplans; Beitrag
an Ortsbus Magglingen
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Fahrplaninformationen und Lageplan auf BASPO-Website
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| Förderung Velo-Nutzung |
Einrichtung abschliessbarer Veloabstellplätze bei Tal-+ Bergstation Funic + BASPO; Erstellung zusätzlicher Veloabstelleinrich-tungen
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Entrichtung Ökobonus an Mitarbeitende;
Einführung Velomitnahme mit Funic; gratis Veloausleihe an Mitarbeitende und Kursteilnehmer
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Teilnahme an "bike to work"
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| Förderung kombinierte Mobilität |
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Entrichtung Ökobonus an P+R Nutzer
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Bewerbung P+R mit Anschluss an Funic
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| Parkplatz-bewirtschaftung |
Einrichtung einer Barriere und von Ticketautomaten bei Parkplatzanlagen
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Neues PP-Gebührenmodel für alle
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alle Informationen zu den den Parkplatzanlagen (Gebühren etc.) auf BASPO-Website
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| Förderung von Fahr-gemeinschaften (CarPooling) |
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Abgabe Teilnehmerlisten mit Adresse + Telefon für Kursteilnehmende
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| CarSharing |
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Teilnahme am Business CarSharing von Mobility
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| Flotten-bewirtschaftung |
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Einsatz von Erdgasfahrzeugen als Dienstwagen
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| Sonstiges |
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Einstellung Mobilitätsbeauftragte (20%)
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Verkehrliche Wirkung
Reduktion MIV Pendlerverkehr um 20%
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Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen Rund 64% der Mitarbeitenden nutzen den öV (inkl. P&R) für Ihren Arbeitsweg. 22 Mitarbeitende benutzen das P+R-Angebot Strandboden und rund 200 haben ein öV-Abo (Abo zigzag, Streckenabo oder GA). Weiter wurde eine vermehrte Bildung von Fahrgemeinschaften bei wiederkehrenden Vereinen und Clubs festgestellt.
Umweltwirkungen Seit der Einführung des Mobilitätsmanagement im 2005 konnten rund 300 t CO2 pro Jahr beim Pendlerverkehr eingespart werden.
Finanzielle Wirkungen - Aufbau MM-System und Investitionen: einmalig CHF 674'000.-
- Ausgaben Ökobonus 2009: CHF 60'000.-
- Einnahmen PP-Bewirtschaftung 2009: CHF 100'000.-
Nach Abschreibung der Investitionen ist das Mobilitätsmanagement kostenneutral ausgestaltet.
Soziale Wirkungen Die Mitarbeiterzufriedenheit hat dank geschlossenen Veloabstellplätzen und Ökobonus, sowie genügend freie PP für die autofahrenden Mitarbeitenden zugenommen. Weiter hat am BASPO eine Veränderung Richtung nachhaltiger Mobilität stattgefunden.
Projekteffizienz Keine Angaben
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Umweltwirkung
Reduktion
Pendlerverkehr: 308 t CO2/a
Kundenverkehr: 264 t CO2/a
Zunahme
Geschäftsverkehr: 4 t CO2/a
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Finanzielle Wirkung
Kosten
heute: 284'000 CHF/a
geplant: kostenneutral
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Projekteffizienz
Kosten
heute: 1000 CHF/t CO2
geplant: 0 CHF/t CO2
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Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
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Erfolgsfaktoren
- Motivierte Begleitgruppe geführt durch Geschäftsleitungsmitglied
- Hoher Problemdruck
- Partizipativer Prozess
- Miteinbezug der Mitarbeitenden bei Massnahmenentwicklung
- Vorbildfunktion wurde wahrgenommen
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Hemmnisfaktoren
- Mitarbeitende wohnen an schlecht mit öV erschlossenen Lagen
- Unterschiedliche Zielgruppen (Mitarbeitende, Kursteilnehmer, Sporttreibende etc.)
- Schlechte Busverbindungen Bahnhof-Talstation Funic
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