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BERNMOBIL, Bern (Bern)

Mit einer umfassenden Analyse der Stoff- und Energieflüsse wurde bei BERNMOBIL erkannt, dass die weitaus grössten Umweltbelastungen aus dem Betrieb der Trams und Busse hervorgeht. Mit dem sukzessiven Ersatz der Dieselbusse durch solche mit Gasantrieb konnten die CO2-Emissionen reduziert werden.
Branche
Verkehr und Lagerei
(Öffentlicher Verkehrsbetrieb)
Tätigkeiten der Firma
BERNMOBIL betreibt in der Stadt und Region Bern 3 Tram-, 3 Trolleybus-, 16 Autobuslinen und 19 Nachtlinien (Moonliner) mit 38 Gelenktramzügen, 30 Zweiachsbussen, 103 Gelenkbusse und 25 Gelenktrolleybussen. Mit einem Streckennetz von insgesamt über 100 km und 87 Mio. beförderter Personen legt BERNMOBIL rund 175 Mio. Personenkilometer zurück. Der Unterhalt der Fahrzeuge, Geleise usw. erfolgt mehrheitlich durch die BERNMOBIL selbst. Im Jahr 2006 wurde vom Berner Stimmvolk der Erweiterung Tram Bern West zugestimmt.

BERNMOBIL beschäftigt 731 Personen
Betriebsgrösse
Grosse Unternehmen
(250 und mehr Beschäftigte)
731 Mitarbeitende
Gemeindetyp
Zentrum
Standort / Rahmenbedingungen
BERNMOBIL, die städtischen Verkehrsbetriebe von Bern stellen mit Diesel- und Trolleybussen sowie Strassenbahnen den öffentlichen Verkehr in Bern sicher.
LV: Die Standorte von BERNMOBIL sind teilweise über Velowege erschlossen. Es besteht ausreichend Raum Fahrräder überdacht abzustellen.
öV: Die Verwaltungsgebäude, Verkaufstellen, Infocenter, die Depots und die Werkstätte sind mitten im Zentrum von Bern gelegen und bestens in das Streckennetz der BERNMOBIL eingebunden.
MIV: Für Mitarbeiter im Früh- und Spätdienst stehen ausreichende und für Besucher zusätzlich 5 Parkplätze zur Verfügung.
Sprachregion
Deutsch
Anstoss
Aus eigenem Antrieb
Ausgangslage / Motivation
Seit 1998 ist BERNMOBIL nach ISO 14001 zertifiziert. Mit einer umfassenden Analyse der relevanten Stoff- und Energieflüsse wurde erkannt, dass die weitaus grössten Umweltbelastungen aus dem Betrieb der Trams und Busse hervorgeht.

BERNMOBIL trat der Kampagne "bern atmet durch" bei. Mit der Kampagne will die Stadt Bern binnen eines Jahres 1000 t CO2 einsparen. Mit dem sukzessiven Ersatz der Dieselbusse durch solche mit Gasantrieb will BERNMOBIL ihre CO2-Emissionen reduzieren.

Nach Abschluss der sich in Bau befindlichen Biogas-Anlage der Kläranlage, werden künftig die Busse weitgehend mit Biogas CO2–neutral betrieben.
Ausmass
Betriebsintern
Mobilitätsmanagementsystem
  • BERNMOBIL betreibt ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 worin dem Aspekt Mobilität besondere Bedeutung beigemessen wird.
  • Die Umsetzung von Massnahmen ist Thema der vierteljährlichen Sitzungen der Geschäftsleitung. Der Stand der Massnahmen und die Zielerreichung werden regelmässig in der Geschäftsleitung diskutiert.
  • Das Ziel von BERNMOBIL ist es mittelfristig alle Dieselbusse durch solche mit Gasantrieb zu ersetzten.
Managementsystem
Integration in bestehendes Umweltmanagementsystem (UMS)
Verkehrsarten
Dienst- und Geschäftsverkehr
Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen)
Stand: 2008
Massnahmen-bereiche
Massnahmenart
bauliche Massnahmen
organisatorische Massnahmen / Anreize
Information und Bewusstseinsbildung
Förderung öV-Nutzung Mitarbeitende können ein GA 2. Klasse als Lohnbestandteil beziehen
Flotten-bewirtschaftung Sukzessiver Ersatz aller Dieselbusse durch Gasbusse
Sonstiges Bau einer Gasbetankungsanlage Erhöhung des Anteils Biologischer Treibstoffe (RME und Bio-Gas)
Verkehrliche Wirkung
Erhöhung des Anteils gasbetriebener Busse um 4%
Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen
Der Anteil Gas betriebener Busse konnte von 0% im Jahr 2005 auf immerhin knapp 4% im Jahr 2006 erhöht werden. Die Gas-Busse wurden schrittweise im Jahr 2005 in Dienst gestellt.
Umweltwirkungen
Die eingesetzten Gasbusse wurden vorerst noch ausschliesslich mit Erdgas betrieben. Durch die Substitution der Dieslebusse durch Gasbusse konnten 260 t CO2 eingespart werden.
Finanzielle Wirkungen
Das Betreiben eines Gasbusses führt gegenüber eines Dieselbusses zu Mehrkosten von CHF 0,30 pro km (Basis Betrieb mit Erdgas).
Soziale Wirkungen
Die Gasbusse sind deutlich als solche gekennzeichnet und machen in der Öffentlichkeit den Umweltschutz präsent.
Projekteffizienz
Für die Kosten wurde eine Vollkostenrechnung für den Einsatz eines Gasbusses am Beispiel von Winterthur verwendet.
Umweltwirkung
Reduktion: 260 t CO2/a
Finanzielle Wirkung
Kosten: 56'500 CHF/a
Projekteffizienz
Kosten: 220 CHF/t CO2
Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
Erfolgsfaktoren
  • Umweltpolitik von BERNMOBIL
  • Politischer Wille und öffentlicher Druck
Hemmnisfaktoren
  • Es steht noch kein Biogas zur Verfügung
  • Elektronische Probleme mit den Fahrzeugen (kein Zusammenhang mit dem Gasantrieb)
  • Ausfall der eigenen Gastankstelle
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