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Amstein + Walthert AG, Zürich (Zürich)

Mit dem Neubau wurde aufgrund einer Auflage der Stadt Zürich die Parkplatzzahl beschränkt. Dadurch entstanden bei Amstein + Walthert prekäre Parkplatzverhältnisse. Mit Hilfe eines Mobilitätskonzeptes auf der Basis einer Parkraumbewirtschaftung, einem Firmenbeitrag an den ZVV-BonusPass sowie weiteren Massnahmen konnte die Parkplatzproblematik entschärft werden.
Branche
Erbringung von Freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen
(Beratung+Engineering)
Tätigkeiten der Firma
Die Amstein + Walthert Gruppe zählt zu den Schweizer Marktführern im Bereich Consulting und Engineering in den Gebieten Ökologie am Bau, integrale Planung, Energiekonzepte sowie auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Gebäudebetriebs- und Unterhaltskonzepte.

Insgesamt beschäftigt die Amstein + Walthert Gruppe an ihren sieben Standorten rund 400 Personen. Am Hauptsitz in Zürich sind rund 165 Personen beschäftigt.
Betriebsgrösse
Mittlere Unternehmen
(50-249 Beschäftigte)
165 Mitarbeitende
Gemeindetyp
Zentrum
Standort / Rahmenbedingungen
Der Hauptsitz der Amstein + Walthert AG liegt seit 2002 (Neubau) in Zürich Nord, rund 5 km vom Stadtzentrum entfernt.
LV: Gutes und relativ sicheres lokales Fuss- und Velowegnetz.
öV: Sehr gute lokale, regionale und nationale Erschliessung mit dem öV (Bahnhof Oerlikon). Der Betriebsstandort ist in 5’ zu Fuss vom Bahnhof Oerlikon (150m) erreichbar.
MIV: Gute Anbindung ans Autobahnnetz (A1/A3). Während den Stosszeiten sind die neuralgischen Verkehrsknotenpunkte (Brüttiseller-Kreuz, Hardbrücke etc.) überlastet. Seit dem Standortwechsel im 2002 beschränktes Parkplatzangebot. In unmittelbarer Nähe (350m) zum Standort befindet sich ein Parkhaus.
Sprachregion
Deutsch
Anstoss
Aus eigenem Antrieb
Ausgangslage / Motivation
Mit dem Einzug in den Neubau anfangs 2002 wurde die Parkplatzzahl aufgrund einer Auflage der Stadt Zürich auf 24 Einheiten beschränkt (vorher standen 75 Parkplätze zur Verfügung). Dadurch entstanden bei Amstein + Walthert prekäre PP-Verhältnisse. Weitere Gründe für die Einführung eines Mobilitätskonzeptes waren:
  • die Vereinfachung des Spesenreglements => Kosteneinsparungen
  • die Optimierung der schlecht ausgelasteten Smart-Flotte von Mobility für Dienst- und Geschäftsfahrten
  • Attraktiver Arbeitgeber bleiben
  • Image => Förderung der Nachhaltigkeit, bei sinnvoller Ressourcennutzung

Die Betrachtungen für das Mobilitätsmanagement beziehen sich nur auf den Hauptsitz in Zürich.
Ausmass
Betriebsintern
Mobilitätsmanagementsystem
  • 2003-2004 Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes zusammen mit der Stadt Zürich und externen Fachberatern. Das Mobilitätsmanagement ist jedoch nicht in das bestehende Umweltmanagementsystem (ISO 9001/2000 zertifiziert) integriert.
  • Vorgehen: (1) Situationsanalyse (2) MA-Umfrage zum Pendler- und Geschäftsverkehr (3) Durchführung von Interviews mit Geschäftsleitung (4) Erarbeitung von Pull- und Push-Massnahmen (4) Einführung per 1.1.2004.
  • Für die Betreuung und Weiterentwicklung des betrieblichen Mobilitätsmanagements ist ein Geschäftsleitungsmitglied zuständig
  • Die Informationsverbreitung erfolgt über verschiedene Kanäle: (1) Allgemeine Informationen erfolgen via Intranet, Aktionen, Flyer etc. (2) Informationen zu öV-Vergünstigungen, Parkplatznutzung, Spesenentschädigung im Geschäftsverkehr erfolgt via Personalabteilung.
  • Zusammenarbeit mit der Standortgemeinde im Rahmen des Pilotprojektes "Mobilitätsmanagement in Unternehmen".
  • Für den Pendlerverkehr wurden folgende qualitativen und quantitativen Ziele definiert: (1) Reduktion der Autopendler um 10% (2) Anreize zur vermehrten Nutzung des öV (3) Veränderung des Freizeitverhaltens.
Managementsystem
Eigenständiges Mobilitätsmanagementsystem (MMS)
Verkehrsarten
Pendlerverkehr
Dienst- und Geschäftsverkehr
Massnahmenspektrum (fett = umgesetzte Massnahmen)
Stand: 2006
Massnahmen-bereiche
Massnahmenart
bauliche Massnahmen
organisatorische Massnahmen / Anreize
Information und Bewusstseinsbildung
Förderung öV-Nutzung Firmenbeitrag an Mitarbeitende für ZVV-BonusPass (Jobticket), SBB-Streckenabos, GA und Halbtax; Anpassung Spesenreglement (keine Privatautospesen für Fahrten im ZVV-Gebiet)
Förderung kombinierte Mobilität Gratis Mobility Option für ZVV-BonusPass
Parkplatz-bewirtschaftung PP-Gebührenmodell inkl. Nutzungsreglement auf der Basis von Zumutbarkeitskriterien für Arbeitsweg ohne Auto
CarSharing Teilnahme am Business CarSharing von Mobility
Flotten-bewirtschaftung Anschaffung von 8 geleasten Smartautos; zusätzlich Nutzung von Mobility-Fahrzeugen für Spitzenabdeckung
Verkehrliche Wirkung
Reduktion MIV Pendlerverkehr um 10%
Wirkungen
Verkehrliche Wirkungen
Die Reduktion des MIV im Pendlerverkehr nach Wegen beträgt zwischen 2001-2003 15%. Bezogen auf die zurückgelegten Personenkilometer beträgt Reduktion des MIV 10%.
Umweltwirkungen
Durch die umgesetzten Massnahmen wird eine jährliche Reduktion der CO2-Emissionen von 2.4 t im Pendlerverkehr und 0.6 t im Geschäftsverkehr erreicht.
Finanzielle Wirkungen
Aufbau MM-System und Investitionen: einmalig CHF 12'000.-
Kosten Aufrechterhalten MM-System: jährlich CHF 4'500.-

Im Moment kostet der Unterhalt des Mobilitätsmanagements jährlich CHF 4'500.- (Einnahmen aus PP-Bewirtschaftung minus Mobilitätsbeitrag an öV-Pendler). Das Ziel ist es, das Mobilitätsmanagement kostenneutral zu gestalten
Soziale Wirkungen
Die Massnahmen stiessen bei den Angestellten auf breite Akzeptanz, vor allem dank dem zusätzlichen entstanden Nutzen für die Mitarbeitenden.
Projekteffizienz
Keine Angaben
Umweltwirkung
Reduktion im Pendlerverkehr 2.4 t CO2/a
Reduktion im Geschäftsverkehr 0.6 t CO2/a
Finanzielle Wirkung
Kosten Pendlerverkehr: 2'400 CHF/a
Kosten Geschäftsverkehr: 0 CHF/a
geplant: kostenneutral
Projekteffizienz
Kosten
heute: 1000 CHF/t CO2
geplant: 0 CHF/t CO2
Erfolgs- / Hemmnisfaktoren
Erfolgsfaktoren
  • Offene Einstellung der Verantwortli-chen
  • Einfache, pragmatische Lösungen
Hemmnisfaktoren
  • Keine Angaben
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